Effektiver Sieben – aus Abraum wird Rohmaterial

Effektiver Sieben – aus Abraum wird Rohmaterial

„iScreen“ heißt die neue Siebanlage, die es auf der GaLaBau am Messestand der Firma Klöckner Siebmaschinen zu sehen gab. Die Maschine beruht auf der seit mittlerweile acht Jahren erfolgreich am Markt etablierten KS 2015 und ist in Deutschland inzwischen mit weit über 300 Maschinen im Einsatz. Durch die Ausstattung mit einem zweiten Siebdeck wird das für die Aussiebung kleiner bis mittlerer Mengen von Recyclingmaterial, Bauschutt oder Abraum konzipierte Modell nun zur iScreen. Der Vorteil des zweiten, mit einem eigenen Antrieb ausgestatteten Siebdecks liegt vor allem in einer erheblichen Verbesserung des Siebergebnisses. Es hilft aber auch zusätzlich dabei, im Bereich von 4 bzw. 6 mm wirtschaftliche Durchsatzleistungen zu erreichen. So können pro Stunde etwa 15 bis 16 Tonnen Kabelsande ausgesiebt werden.

Ideal für kleine bis mittlere Betriebsgrößen

Durch ein optionales seitliches Auftragsband sowie eine zusätzliche Frontplatte konnte die Leistungsfähigkeit der iScreen zusätzlich verbessert werden. Infolgedessen lässt sich die Anlage trotz kompakter Abmessungen noch effektiver einsetzen als zuvor. Damit ist sie ein optimaler Partner für GaLa-Bauer und Tiefbauunternehmen, die aufgrund ihrer kleinen und mittleren Betriebsgrößen am meisten mit den vielen, nicht bundeseinheitlichen Entsorgungsvorschriften zu kämpfen haben. Nicht selten lässt sich nämlich durch eine Vorbehandlung anfallender Materialien neues Rohmaterial, wie etwa Blumenerde, zum Verkauf gewinnen. Das führt, wie Alexander Klöckner von vielen Beispielen aus der Praxis berichtet, dazu, dass sich die Anschaffung der Anlage schon in drei Jahren völlig amortisiert hat.

Unkompliziertes Upgrade erhöht Leistung

Die Vorgängermodelle KS 2015 lassen sich durch Zukauf eines entsprechenden Erweiterungssets problemlos zur iScreen upgraden. Die erzielte Leistungs- und Qualitätssteigerung schlägt sich auch auf das Gewicht und die Höhe der Anlage nieder. So bringt die iScreen statt 1.400 jetzt 1.900 kg auf die Waage und wächst um 15 Zentimeter in die Höhe. Unverändert ist hingegen die Anwenderfreundlichkeit. Die Arbeit an und mit der iScreen ist laut Hersteller selbst für Neueinsteiger selbsterklärend. Nach wie vor kann ein Mann alleine sämtliche Aufgaben an der Anlage erledigen. Das gilt auch für den Siebbelagwechsel: Hier zahlt sich die einfache und wartungsarme Konzeption der „Made in Germany“ Siebanlage aus Dorsten aus.

Einfacher Transport

Ein großer Pluspunkt der Anlage ist ihre Mobilität. Dank ihres geringen Gewichts kann sie ohne große Umstände mit einem Stapler oder Kran (unter Zuhilfenahme einer eigens dafür konstruierten Traverse) umgeladen werden und verfügt zudem im Untergestell über optionale Aufhängebolzen (oder Aufhängeösen) für Containerfahrzeuge. So kann sie einfach verladen oder versetzt werden. Das erlaubt einen effizienten Einsatz, wo auch immer sie gerade benötigt wird. Beim Transport auf der Baustelle bieten sich ein Radlader mit Stapleraufsatz sowie ein Teleskoplader an. Größere Strecken von einer Baustelle zur nächsten sind per Transporter, Tieflader und sogar mittels Pkw-Anhänger möglich. Für den Transport auf Fahrzeugen ab einer Höhe von rund 1,50 m muss der obere Siebaufsatz entfernt werden, der sich in weniger als 5 Minuten abnehmen und wieder aufsetzen lässt.

 

Unkompliziertes Handling

Der Betrieb der iScreen ist einfach: Für die Stromversorgung ihrer beiden 0,58 kW-Unwuchtmotoren bieten sich sowohl ein externer 7 kW-Stromgenerator als auch ein direkter 400 Volt/16-Ah-Anschluss an. Letzteres senkt den Geräuschpegel der Anlage fast auf Wohnzimmerniveau. Sieben kann die iScreen laut Hersteller so ziemlich alles, was siebfähig ist und durch die 25 Zentimeter hohe und bis zu 2,5 Meter breite Öffnung unterhalb des Aufnahmetrichters passt: Erdaushub, Abbruch, Oberboden, Gleisschotter, Holzhäcksel, Rindenmulch, Kompost, Friedhofsabfälle, Stahlschrott, Aluminium oder Kupfer.

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