Höchsten Umsatz in der Firmengeschichte erzielt

Höchsten Umsatz in der Firmengeschichte erzielt

Zeppelin meldet für 2017 einen neuen Umsatzrekord in der Unternehmensgeschichte. Außerdem kündigt der Caterpillar-Ver­triebs- und Servicepartner für das bauma-Vorjahr eine Produktof­fensive an. Darüber sprachen in Garching bei München Bernd Mair, Treffpunkt.Bau-Geschäftsführer, und Rainer Oschütz mit Michael Heidemann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zeppelin Bauma­schinen GmbH, und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Fred Cordes.

 

TREFFPUNKT.BAU: Herr Heidemann, Herr Cordes, sicherlich war für Sie das Jahr 2017 mit der „Übergabe des Staffelstabes“ an der Spitze der Zeppelin Baumaschinen GmbH eines der spannendsten Jahre in der Zep­pelin-Geschichte überhaupt. Täuscht der Eindruck, dass Zeppelin durch diese erfolgreiche Personalstrategie nicht nur seine führende Marktposition festigen, sondern auch ausbauen konnte?

Heidemann: Natürlich ist das auch für mich ein besonderer Schritt gewesen, die Entscheidung zu treffen, mich aus dem operativen Ge­schäft in Deutschland zurückzuziehen. Meine Position als stellvertre­tender Vorsitzender des Konzerns habe ich jedoch behalten und da­mit auch die Gesamtverantwortung für das Baumaschinengeschäft von Zeppelin. Dazu gehören die Geschäftseinheiten Baumaschinen Europa, CIS und Rental. Das ist für mich eine andere, neue Heraus­forderung, wenn man eben eine der wichtigsten Aufgaben – die Zeppelin Baumaschinen GmbH ist ja die größte Zeppelin-Konzern­gesellschaft, die allein im vergangenen Jahr über eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet hat – an einen jüngeren Kollegen weitergibt. Ich bin stolz darauf, dass wir diese Position aus eigenen Reihen her­aus besetzen konnten. Fred Cordes verfügt durch seine langjährige Tätigkeit und unsere kollegiale Zusammenarbeit bei Zeppelin über eine große Erfahrung. Deshalb ist mir der Schritt auch leichtgefal­len. Sie haben Recht, wenn eine solche Personalrochade im eigenen Haus passiert, mit Leuten, die bereits auf den Märkten bekannt sind, festigt man seine Position. Das war ebenfalls ein wichtiger Grund für diese Personalentscheidung. Dem Geschäft jedenfalls bleibe ich nach wie vor verbunden.

Cordes: Für mich war es natürlich auch ein spannendes Jahr, wie Sie sich vorstellen können. Wenn dazu der Markt mitspielt und der Er­folg sich einstellt, dann sind die zu bewältigenden Aufgaben natür­lich leichter zu meistern. Wichtig ist mir ebenfalls, dass ich auf eine erfahrene Mannschaft setzen kann. Die einzelnen Aufgaben haben sich zwar etwas geändert, aber wir sind das gleiche Team in den bewährten Strukturen geblieben. Sicherlich bleibt 2017 für mich persönlich ein besonderes Jahr und ich denke auch für die Zeppelin Baumaschinen GmbH.

 

TREFFPUNKT.BAU: Die gegenwärtige politische Lage im Lande ist alles andere als hilf­reich für eine boomende wirtschaftliche Entwicklung. Befürchten Sie dadurch für die Baubranche und speziell für den Maschinenbau 2018 ein Ende des augenblicklich positiven Branchentrends?

Heidemann: Die aktuelle politische Lage im Lande ist schwer ein­zuschätzen. Jedoch glaube ich, dass der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft gegenwärtig nicht so gravierend ist. Wenn nichts außer­gewöhnlich Schwieriges auf der Welt passieren sollte, so glaube ich, dass die anhaltende positive wirtschaftliche Situation, die nicht nur Deutschland allein betrifft, sondern auch ganz Europa und weite Teile der Welt, nicht vom Ergebnis einzelner Wahlen alleine abhängt. Wir alle hoffen natürlich auf eine stabile Regierung in Deutschland. Die wesentlichen Entscheidungsträger in der Politik sind sich einig, dass wir dringend in den Ausbau und die Modernisierung unserer Infrastruktur investieren müssen, und das wird weiter anhalten. Wir werden in den kommenden drei bis vier Jahren eine stabile Bauwirt­schaft erleben, da bin ich mir sicher. Auch für ausländische Investo­ren bleibt Deutschland ein interessanter Markt.

Cordes: Das sehe ich auch so. Für eine Regierungsbildung sollte man sich jedoch nicht zu viel Zeit lassen, damit weitere Investitio­nen rechtzeitig für eine langfristige kontinuierliche Entwicklung frei­gegeben werden können. Momentan sind wir bei Zeppelin stabil unterwegs, um auch eine solch schwierige politische Situation zu überstehen.

 

TREFFPUNKT.BAU: In fast einem Jahr öffnen sich in München wieder die Tore für die weltgrößte Baumaschinen-Leistungsschau. Für dieses Jahr haben Sie bereits eine Erweiterung der Produktpalette angekündigt. Was können Ihre Partner und Kunden erwarten?

Heidemann: Caterpillar und Zeppelin halten sich natürlich an den Grundsatz, dass wir mit unseren Erzeugnissen erst auf den Markt kommen, wenn die Maschinen Serienreife erreicht haben. Wir wol­len nicht, dass unsere Kunden „Versuchskaninchen“ sind und wer­den nichts vorstellen, was anschließend wieder in der Schublade verschwindet.

Cordes: Das gilt natürlich auch für meine Ankündigung, in diesem Jahr unsere Produktpalette zu erweitern. Bevor wir über die bauma 2019 in München reden, starten wir 2018 gemeinsam mit unserem Partner Caterpillar eine der größten Produktoffensiven in unserer Unternehmensgeschichte. Dazu gehört die neue Generation der Kettenbagger, die im November 2017 von Caterpillar im spanischen Málaga Demonstration & Learning Center vorgestellt wurde. Die ersten Maschinen dieses Typs werden bereits im kommenden Früh­jahr ausgeliefert. Das sind Modelle der 20 bis 25-Tonnen-Klasse – der 320GC, der 320 und der 323. Auf die Auslieferung hat sich nicht nur die Zeppelin-Organisation vorbereitet, auch unsere Kunden konn­ten bereits die neue Technik kennenlernen. Damit hat Caterpillar eine Trendwende vollzogen. Diese Maschinen sind mit vielen neuen Features ausgestattet.
Digitalisierung zieht parallel mit neuen As­sistenzsystemen in diese neue Generation ein. Dazu gehört stan­dardmäßig eine 2D-Steuerung mit optionaler Möglichkeit für eine 3D-Steuerung. Außerdem besitzen die Maschinen eine serienmäßig verbaute Hub-und Schwenkbegrenzung. Weiterhin sind die Maschi­nen mit Ausnahme des 320GC im Standard ausgerüstet mit einem Wiegesystem, das in die Bewegungsabläufe integriert ist. Das alles ist eingebettet in das neue Flottenmanagement, das wir heute Uni­fied Fleet nennen. Damit werden alle Telematikdaten, die der Bagger liefert, online übertragen und erfasst – eine wichtige Voraussetzung für eine umfassende Digitalisierung der Baustellen. Ich möchte noch einmal auf die Trendwende eingehen. In den vergangenen Jahren haben sich die Baumaschinenhersteller sehr intensiv mit Emissionsvorgaben beschäftigt. Es wurden branchen­übergreifend gewaltige Summen an Geld, Zeit und große Ingeni­eurleistungen in Forschung und Entwicklung investiert, um die gesetzlichen Emissionswerte zu erreichen. Das hat die Branche in den letzten fünf bis sechs Jahren dominiert. Jetzt kommt eine Zeit, in der wir verstärkt Digitalisierung und Optimierung der Prozesse und Abläufe auf den Baustellen in die Maschinentechnik einbringen werden. Das ist eine ganz wichtige Vorstufe für das Thema Industri­alisierung 4.0.

 

TREFFPUNKT.BAU: Sind Hightech-Baumaschinen auch für kleine und mittlere Bauunternehmen ein Thema?

Heidemann: Mehr Technik ist nicht gleichzusetzen mit schwierige­rer Bedienung der Maschinen. Das Gegenteil ist der Fall. Die neues­ten Assistenzsysteme, die in den Maschinen verbaut sind, erleich­tern signifikant die Arbeit für den Fahrer. Das heißt, den absoluten Spezialisten für jeden Einsatz der Maschine braucht man heute nicht mehr. Das ist besonders wichtig für kleinere und mittelständische Unternehmen. Unsere Kunden entscheiden – ähnlich wie beim Autokauf – ob sie die Assistenzsysteme nutzen wollen oder nicht. Natürlich kann diese Technik auch abgeschaltet werden. Außerdem bietet Caterpillar – auch auf unseren Wunsch hin – den Kunden interessante Einstiegsmodelle an, die auch preislich gesehen sehr attraktiv sind.

Cordes: Wir – wie auch unser Partner Caterpillar – unterscheiden grundsätzlich in unserer neuen Produktlinien-Strategie drei Ein­satzfelder der Maschinen. Sehr günstige Produkte aus Asien zum Beispiel. Maschinen aus diesem Portfolio entsprechen nicht den eu­ropäischen Normen. Sie sind nicht CE-konform und erfüllen auch nicht die in Europa, USA oder Kanada geltenden Emissionswerte. Diese Maschinen der zu Caterpillar gehörenden Marke SEM werden unter anderem in Asien, Afrika und in Staaten der ehemaligen Sow­jetunion neben der Premiummarke Caterpillar vertrieben. Die SEM Maschinen gehören zum Caterpillar-Portfolio und gelten allgemein als Einstiegsmodelle in Regionen, in denen keinerlei Vorschriften für Emissionen oder Kraftstoffverbrauch gelten. Bei Zeppelin in Deutschland beginnt es mit der Produktlinie Ca­terpillar GC. Das sind Baumaschinen für einfache bis mittelschwere Einsätze. Gestartet sind wir im letzten Jahr mit dem Kettenbagger 313 GC. Folgen wird – wie bereits gesagt – der 320 GC sowie im Radladerbereich der 950 GC.
Caterpillar wird in den nächsten Jahren 5 weitere Modelle dieser Linie auf den europäischen Markt bringen. Sie sind bestens für Einsätze geeignet, wo nur eine normale Pro­duktivität erforderlich ist. Häufig werden diese Maschinen auch nur einschichtig eingesetzt. Caterpillar Baumaschinen der Serie GC sind ideal für den Einsatz in leichte bis mittelschwere Einsätze oder zum Beispiel Mietparks geeignet. Dann folgt unser Premiumsegment. Dazu gehören unsere gewohn­ten Kettenbagger-, Radlader- und Mobilbaggerserien in bewährter Qualität für schwere und hochproduktive Einsätze mit allen techni­schen Features der Baumaschinen, die uns gegenwärtig zur Verfü­gung stehen. Als High-End sozusagen bieten wir dann noch unsere XE Serie an. Beispiele dafür sind die dieselelektrische Raupe D7E, die Radlader 966M XE und 972M XE mit leistungsverzweigtem Getriebe, der Ket­tenbagger 336F XE mit Hybridantrieb sowie der auf der Steinexpo 2017 als Weltneuheit vorgestellte dieselelektrische Radlader 988K XE. Insgesamt gesehen zeigen die Beispiele, dass Caterpillar nicht nur neue Produktlinien entwickelt hat, sondern dass unser Partner auch die verschiedensten Bedürfnisse unserer Kunden in besonde­rem Maße mit einbezieht. Ein ganz wichtiges Verkaufsargument für uns ist auch, dass in allen Maschinen nur bewährte Caterpillar-Kom­ponenten eingebaut werden, für die wir natürlich unseren bewähr­ten Zeppelin Service anbieten.

 

TREFFPUNKT.BAU: Zu den Zeppelin-Dienstleistungspaketen gehört auch die Auswer­tung der Telematikdaten. Nutzen das Ihre Kunden?

Cordes: Dieser Service kommt bei unseren Kunden gerade in Zeiten der vollen Auftragsbücher gut an. Der Bauunternehmer hat damit einen schnellen Überblick über den Stand und die Auswertung der Arbeiten am Bau. Dafür kann er auch seinen persönlichen Zugang auf dem Zeppelin Kundenportal nutzen. Einen Grundstock von aus­schließlich tagesaktuellen Daten das „Cat-Daily“ bieten wir dort üb­rigens kostenlos an. Alle detaillierteren Telematikdaten aus dem Cat Flottenmanage­ment Unified Fleet, die die Baumaschine sendet, geben wir nicht einfach dem Kunden weiter, sondern er bekommt die Daten sozusa­gen „mundgerecht“ für seinen eigenen PC oder sein Unternehmen zur Verfügung gestellt. Wir verstehen uns dabei als Dienstleister und liefern die individuell aufbereiteten Daten so, wie der Kunde sie ha­ben möchte. Zu dem Standardportfolio dieser Dienstleistung gehö­ren historische und aktuelle Daten wie die GPS-Position der Maschi­ne, Start- und Stoppzeiten, Betriebsstunden, der Kraftstoffverbrauch sowie die Service- und Wartungsintervalle. Schon heute verwenden einige unserer Kunden die Telematikdaten zur schnelleren Abrech­nung ihrer Bauvorhaben.

Heidemann: Dieses von Caterpillar und Trimble entwickelte System ist auch anwendbar auf andere Baumaschinenfabrikate. In der Regel gehört zu einem Bauunternehmen eine gemischte Flotte, auf die der Kunde unser System ausweiten kann. Das ist möglich, weil sich die großen Hersteller unter anderem auf das Datenformat AEMP 2.0 geeinigt haben – ein großer Vorteil für den Bauunternehmer.

 

TREFFPUNKT.BAU: Herr Cordes, Sie sprachen kürzlich in einem Beitrag von einer durch die Digitalisierung bestimmten Trendwende für 2018. Was ist damit gemeint?

Cordes: Die Features, die ich bereits genannt habe und die in un­serer neuen Generation von Baumaschinen integriert sind, bringen einen großen Nutzen für unsere Kunden auf den Baustellen. Auf diese Herausforderung haben wir uns eingestellt und unsere Mon­teure und Vertriebsmannschaft umfassend geschult. Wir sind also gut vorbereitet. Mit der von mir beschriebenen Trendwende wird in diesem Jahr die Vernetzung von Baumaschinen und Baustelle weiter vorangetrieben. Bis zur bauma 2019 in München – da bin ich mir si­cher – kommen noch weitere digitale Angebote hinzu. Unser neues Maschinenkonzept wird Maßstäbe nicht nur bei der Antriebstechnik und Elektronik, sondern auch hinsichtlich integrierter Bedien- und Assistenztechnik bis hin zur Maschinensteuerung setzen.

 

TREFFPUNKT.BAU: Ist die Thematik BIM für Zeppelin momentan relevant?

Cordes: Derzeit ist BIM noch sehr stark auf die Planung und auf Hochbaufirmen fokussiert. Wir sind zu diesem Thema im engen Kontakt zu Bauunternehmen und Verbänden, um auszuloten, wel­chen Beitrag wir dazu leisten können. Gegenwärtig laufen entspre­chende Pilotprojekte. Darin werden von uns Daten wie Maschinen­größe, Reichweite oder Gewichte eingespeist. Diese Daten fließen dann in die Planung der Baustelle und in die Berechnungen ein. Dabei wird es nicht bleiben. In Zukunft wird beispielsweise auch die Tagesleistung der Bagger mit eingespielt werden, sodass Daten zum Baufortschritt jeden Tag im Planungstool zur Verfügung stehen. Hierbei gilt es anzumerken, dass wir bei allem Fortschritt in einer kontinuierlichen Weiterentwicklung stehen.

 

TREFFPUNKT.BAU: Konkret ist dagegen die Zusammenarbeit mit Wacker Neuson, um die Zeppelin-Produktpalette noch zu erweitern. Welche Geräte und Maschinen betrifft das?

Cordes: Wir haben uns Mitte vergangenen Jahres entschieden, eine neue Kooperation mit Wacker Neuson einzugehen. Gefertigt wer­den Mobilbagger kleiner 11 Tonnen. Die ersten Kompaktmaschinen werden in den nächsten Wochen unter der Bezeichnung Zeppelin ZM70 und ZM110 ausgeliefert. Gleichzeitig nehmen wir auch die handgeführte Verdichtungstechnik von Wacker Neuson in unser Produktportfolio auf. Die gesamte Technik ist natürlich auch in unser Service- und Dienstleistungsnetz eingebettet.

 

TREFFPUNKT.BAU: Mit dem sogenannten Dieselskandal hat die Autoindustrie gegen­wärtig große Probleme. Sehen sie kurzfristig bei Baumaschinen den Ersatz von Dieselmotoren durch alternative Antriebe?

Cordes: Wie Sie wissen, bietet Caterpillar seit Jahren bereits Alter­nativen zum Dieselantrieb an. Dazu zählen die dieselelektrisch an­getriebene Raupe D7E, die sich bereits seit geraumer Zeit im Einsatz bewährt, und der Hybridbagger 336F XE. Der neue Radlader 988 K XE gehört ebenfalls dazu. Damit bieten wir schon einige Alternati­ven zum klassischen Dieselantrieb. Einmal sind es vom Netz abhän­gige, elektrisch angetriebene große Seilbagger, die beispielsweise in der Gewinnungsindustrie weltweit zum Einsatz kommen. Aber auch stationäre Maschinen für den Materialumschlag werden bereits durch Elektromotoren angetrieben. Maschinen zu elektrifizieren ist kein Hexenwerk. Ein anderes Thema sind die voll mobilen Maschi­nen, die auf den Baustellen eingesetzt werden, wo hohe mechani­sche Leistungen erforderlich sind – und das vollkommen netzunab­hängig. Um die dabei erforderliche hohe Energie vorzuhalten und die Leistung abrufen zu können, glaube ich, dass wir mittelfristig den Dieselmotor nicht vollends durch den Elektroantrieb ersetzen können. Es werden weiterhin Hybridlösungen erforderlich sein, um diese hohen Leistungen gewährleisten zu können.

Heidemann: Die Entwicklung geht natürlich weiter. Caterpillar produziert jetzt auch Gasmotoren, die als neue Antriebe für Schiffe geliefert werden. Die ersten großen Muldenkipper in Minen laufen bereits erfolgreich mit dieser Antriebstechnik. Auf Baustellen halte ich jedoch den Einsatz von Gasmotoren für unrealistisch. Allein die Logistik, um Gas „nachzutanken“, ist viel aufwendiger als die Logistik für den Dieselnachschub.

 

TREFFPUNKT.BAU: Sie sind verantwortlich für die strategischen Geschäftseinheiten Baumaschinen Europa, CIS und Rental. Wie entwickeln sich gegen­wärtig diese Märkte?

Heidemann: In diesen Ländern sind wir sehr erfolgreich unterwegs. Auf den Märkten sehen wir auch für die nächsten Jahre eine stabile Entwicklung. Erfreulich ist auch eine gewisse Erholung unserer Ge­schäftstätigkeit in der CIS, das gilt auch für die Gewinnungsindustrie Russlands, in der Ukraine und in Armenien – allerdings nur in kleinen Schritten. In der Ukraine, was erstaunlich ist, gibt es gegenwärtig eine recht starke Nachfrage nach Baumaschinen. Bei Rental ist die Nachfrage extrem hoch, sodass wir dort auch eine große Chance sehen, weiter zu wachsen. Das hat natürlich weitestgehend mit der hohen Bautätigkeit in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu tun, nämlich Deutschland, Österreich, Tschechien und Slowakei.

 

TREFFPUNKT.BAU: Mit welchen Ergebnissen rechnen Sie für 2017 und die kommenden Jahre?

Heidemann: Für 2017 liegen die endgültigen Zahlen noch nicht vor. Ich kann aber bereits heute einen neuen Umsatzrekord in der Unternehmensgeschichte von Zeppelin verkünden. Auch für dieses Jahr sind wir sehr zuversichtlich. Wir rechnen mit einem weiteren Wachstum und einer nochmaligen Stärkung unserer Position im Markt.

 

 

Text: Rainer Oschütz

Bilder: Zeppelin

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