Dynapac – Der Kunde steht immer im Vordergrund

Dynapac – Der Kunde steht immer im Vordergrund

München. Das Treffpunkt.Bau-Redaktionsteam war während der bauma auf dem Dynapac Messestand zu Gast. Auf dem Freigelände wurde den Besuchern das gesamte Produktspektrum, angefangen von Geräten für die leichte Verdichtungstechnik über die bewährten Straßenfertiger bis hin zu den neuesten Walzenzügen, präsentiert. Trotz des hohen Andranges konnten wir ein ausführliches Gespräch mit Thomas Kramer, Leiter Kundencenter D-A-CH bei Dynapac, führen, der uns einen tiefen Einblick in die Zukunft des Unternehmens gewährte.

 

Neue Unternehmensausrichtung für noch mehr Kundennähe

Bislang hatte der Kunde bei Dynapac für die einzelnen Bereiche immer einen separaten Ansprechpartner. Hieraus entstanden nicht nur für den Kunden oftmals die verschiedensten Problematiken. Um dem Kunden die optimale Betreuung zu gewährleisten, hat man sich entschieden, die interne Unternehmensausrichtung zum Nutzen des Kunden anzupassen. Die Bereiche Service und Sales wurden zusammengeführt, um eine ganzheitlichere Kundenbetrachtung zu ermöglichen. Es gibt beispielsweise keinen klassischen und einzeln für sich arbeitenden Sales- oder Aftermarket-Manager mehr. Alle Aktivitäten sind zukünftig in einer zentralen Innendienststelle gebündelt. Dadurch ergeben sich intern automatisch Synergien, die letzten Endes dem Kunden zugutekommen, indem er unter anderem zunächst einen einzigen Ansprechpartner für alle bestehenden Fragen hat. Diese Maßnahme sorgt aber auch dafür, dass Kunden gezielt und schnell Antworten auf ihre Fragen bekommen Um dies zu bewerkstelligen, wurde unter anderem ein „Cloud for Customer-System“ eingeführt, welches eine optimale Kundenbetreuung auf allen Ebenen ermöglicht. Dies bezieht ebenfalls den gesamten Schulungsbereich mit ein.

 

Umfangreiches Schulungsangebot ist wesentlicher Teil der Unternehmensphilosophie

Dynapac verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung im Straßenbau, die man natürlich auch an den Kunden weitergibt. Das Schulungsspektrum umfasst nicht nur umfassende Übergabeschulungen beim Kauf einer Maschine, sondern schließt ebenfalls entsprechende Anwenderschulungen Inhouse am Standort von Dynapac in Wardenburg oder direkt beim Kunden vor Ort mit ein. Damit sichergestellt werden kann, dass die Maschinen im schweren Alltagseinsatz auch über lange Sicht sicher laufen, kann der Kunde auf ein breites Angebot verschiedenster Serviceschulungen zurückgreifen. „Bei den Schulungen legen wir sehr großen Wert auf den konstruktiven Austausch mit den Teilnehmern. Vom Kunden lernen, gibt auch uns die Möglichkeit, uns ständig weiterzuentwickeln, denn das ist letzten Endes der Schlüssel zum langfristigen Erfolg“, so Thomas Kramer im Gesprächsverlauf. Ein wichtiges Element stellt auch die seit langem bestehende Partnerschaft mit dem Bau-ABC Rostrup dar. Das Bildungs- und Tagungszentrum mit Sitz in Bad Zwischenahn bietet unter anderem Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Straßenbauer an. Dynapac beteiligt sich hierbei nicht nur mit den entsprechenden Fachleuten, sondern stellt auch die Maschinen zur Verfügung, um das erlernte Wissen direkt am praktischen Beispiel umzusetzen.

 

Kundenorientierte Telematiklösungen für alle Bereiche

Auch bei Dynapac stellt man sich seit langem der Herausforderung einer sich immer weiter vernetzten Arbeitsumwelt. Hierzu hat man strategische Partnerschaften geschlossen. Im Zuge dieser Entwicklung sind alle großen Straßenfertiger, die nach der bauma ausgeliefert werden, dann bereits standardmäßig mit einem BPOLight-System ausgestattet. Es stellt ein etwas reduziertes Baustellenmanagement dar, in dem aber bereits die wichtigsten Grundfunktionen beinhaltet sind. Der Kunde kann dann auch nachträglich, entsprechend seinen Anforderungen, weitere Upgrades erhalten. Diese sind auch temporär verfügbar. Dynapac hat bereits vor einigen Jahren ein eigenes cloudbasiertes Telematiksystem Dyn@Link entwickelt, welches in drei verschiedenen Versionen verfügbar ist. Im Gegensatz zu anderen am Markt eingesetzten Systemen ist dieses so gestaltet, dass es in andere bereits bestehende Datenbankumgebungen integriert werden kann. Somit ergibt sich für den Kunden, der eigentlich immer mehrere Maschinenfabrikate einsetzt, der besondere Vorteil, dass dieser für sein eigenes Baustellen-/Servicemanagement nicht unkoordiniert auf mehrere verschiedene Systeme zurückgreifen muss. Um dem Kunden zukünftig einen weiteren Nutzen zu bieten, denkt man bereits noch einen Schritt weiter. Als zusätzliche Dienstleistung ist es möglich, wenn der Kunde dies wünscht, die bestehenden Daten auszuwerten. Dadurch wird es den Unternehmen ermöglicht, die Arbeitsprozesse zu verbessern, Verschleißreduzierungen zu erzielen bzw. die Serviceintervalle zu verlängern und folglich die laufenden Kosten zu senken.

 

Erweiterter Nutzen durch strategische Synergien

Der Zusammenschluss der Unternehmen Fayat und Dynapac im Jahr 2017 hatte laut Thomas Kramer mehrere Vorteile, denn „zum einen muss man dies global sehen. Hier ergeben sich gegenseitige Ergänzungsaspekte, da man bislang in den verschiedenen Ländern unterschiedlich stark aufgetreten ist und sich zukünftig verstärken kann.“ Innerhalb Europas gibt es allerdings auch gewisse Überschneidungen. Wie Kramer weiter ausführte, „entsteht hier für den Kunden der Vorteil, dass diesem eine größere Vielfalt angeboten werden kann.“ Ein eventueller Nachteil ist nicht gegeben, denn die bestehenden Vertriebs- und Servicestrukturen, sowohl im In- als auch im Ausland, sowie die Produktionsstandorte sind erhalten geblieben. Eine Bündelung der Erfahrungen und Kompetenzen findet vor allem im Entwicklungsbereich statt. Um den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuführen, denkt man beispielsweise schon seit einiger Zeit über andere bzw. erweiterte Finanz-/Servicemodelle nach, die mehr als lediglich die eigentliche Maschine umfassen, sondern darüber hinaus ebenfalls Verschleißteile und die Wartung mit einbeziehen. Hierdurch soll dem Kunden ein weiterer Nutzen geboten werden.

 

 

Text: Michael Schulte

Bilder: Dynapac, Michael Schulte

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