Rock the Trailer

Rock the Trailer

Stahlbau, Hydraulik, Pneumatik, Elektrik und Elektronik: Das sind die Kernkompetenzen des Fahrzeugbauunternehmens Doll. Am 19. Juni 2015 fand ihre Hausmesse unter dem Motto „Rock the Trailer“ im baden-württembergischen Oppenau statt. Treffpunkt.Bau war „Live Dabei“ um sich ein Bild von der Veranstaltung zu machen und sich die neuesten Entwicklungen im Unternehmen anzuschauen. Im Jahr 1878 wurde der Betrieb von Johann Georg Doll, dem Erfinder des selbstlenkenden Trailers, gegründet. Nach vielen zunächst erfolgreichen Jahrzehnten muss Doll 2014 Insolvenz anmelden und wird noch im September desselben Jahres von der Beteiligungsgesellschaft CMP übernommen. Mit der Übernahme ging auch ein Wechsel der Geschäftsführung einher. Mark Taschek, Thomas Fred Herkommer und Lorenz Dietsche leiten das Unternehmen seitdem. Die neuen Geschäftsführer haben sich als erfahrenen Berater den ehemaligen Journalisten und Motorsport-Chef Norbert Haug ins Boot geholt. Als Unterstützer von kleinen und mittelständischen Unternehmen hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Doll bei der geplanten Umsatzsteigerung von 50 Millionen Euro in den drei Hauptproduktbereichen Schwertransport, Holztransport und Flughafenvorfeldfahrzeuge mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Schwertransport

Der Bereich Schwertransport ist dabei in die Kategorien Plattform-, Semi- und Tiefbett-Sattelauflieger sowie Selbstlenker und Offroad-Fahrzeuge unterteilt. Neben der Vario-Baureihe entwickelte das Unternehmen laut eigener Aussage die erste Einzelradaufhängung für die Fahrzeuge der Panther-Serie. Beide Modelle ermöglichen den Transport von besonders schweren, hohen und langen Gütern. Die Panther-Fahrzeuge besitzen eine Doppel-Querlenkerachse und sind mit Einzelradaufhängung und hydraulisch gelenkter Achse oder mit einer Starrachse erhältlich. Mit dem neuen Bedien- und Steuerkonzept des Unternehmens, der „Dolltronic“, lassen sich alle Trailerfunktionen sicher über verschiedene Bedienfelder (Keypads) am Auflieger sowie über Funk steuern. Herzstück der Entwicklung ist ein dezentrales, rechnergestütztes CAN-Bus System. Das Steuerkonzept dient unter anderem zur permanenten Überwachung von Positionierungen, zur Steuerung und Überwachung der zentralen Schmieranlage, zur Veränderung des Fahrniveaus während der Fahrt und zur Möglichkeit der Diagnose direkt am Keypad und an der Funkfernsteuerung.

Maschinendemonstrationen

Nach einer allgemeinen Pressekonferenz und der Vorstellung der neuen Geschäftsführer präsentierte Doll seine Maschinen unter der Moderation von Carmen Hentschel auf einer eigens für dieses Event aufgebauten Demonstrationsfläche. Auch auf dem übrigen Firmengelände gab es Fahrzeuge aus den drei Hauptproduktbereichen des Unternehmens zu sehen. Einen gelungenen Abschluss der Hausmesse bildete eine Betriebsführung, bei der auch die Fertigung und Endmontage besichtigt werden konnten.

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