Mineral Technology Days 2015

Mineral Technology Days 2015

Mehr als 2.500 Fachbesucher aus über 100 Ländern kamen zu den Wirtgen Mineral Technology Days in Mülheim an der Mosel. Unter ihnen auch das Treffpunkt.Bau–Team. Gastgeber des achten internationalen Branchentreffs der Wirtgen Group war das Unternehmen Benninghoven, auf dessen Betriebsgelände Führungen, Vorträge und Maschinendemonstrationen stattfanden.

Pressekonferenz

Im Rahmen der eröffnenden Pressekonferenz veranschaulichten Stefan und Jürgen Wirtgen, die „Asphaltbrüder“, den aktuellen Standpunkt der Wirtgen Group. 6.700 Mitarbeiter arbeiten derzeit weltweit für das Unternehmen. Für das Jahr 2015 wurde eine Umsatzprognose (Stand September 2015) von rund 2,2 Milliarden Euro abgegeben, die mit einem Wachstumskurs einhergeht, der sich im zweistelligen Prozentbereich befindet. Auch die Mitarbeiterentwicklung sei proportional zu diesem Wachstumskurs gestiegen. 39 Azubis habe die Wirtgen Group im September eingestellt, damit steigt die Gesamtzahl der Auszubildenden im Unternehmensverbund allein in Deutschland auf 310. Ein wichtiges Kernthema für das Unternehmen sei eine vorausschauende und langfristige Planung. Aus diesem Grund wurde aktuell mit einem Budget von 45 Millionen Euro in das neue Werk am Standort China investiert. So verfügt das Werk in Langfang unter anderem über 13.000 m² Produktionsfläche. In Indien, einem weiteren asiatischen Abnehmerstaat, betrage der Marktanteil des Wirtgen Walzensektors bereits 30 %. Die vorwiegend internationale Ausrichtung der Wirtgen Group spiegele sich auch in der Exportquote von 90 % wider. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, dass der Weltmarktanteil nach Stückzahlen bei den Wirtgen Fräsen 72 % beträgt, bei den Recyclern und Stabilisierern 60 %, bei den Gleitschalungsfertigern 43 %, bei den Vögele Produkten 35 % und bei den Hamm Produkten 16 %. Der Weltmarktanteil nach Umsatz liege, so Jürgen Wirtgen, bei 37 %.

Maschinendemonstrationen

Im Mittelpunkt der Exponate von Kleeman, einem Unternehmen, dessen Mitarbeiterzahl sich seit der Akquisition durch die Wirtgen Group nahezu vervierfacht hat, stand der raupenmobile Kegelbrecher „MCO 9 EVO“. Er schließt die letzten Lücken im Kleemann Modellprogramm, das aus Backenbrechern, Prallbrechern, Kegelbrechern und  Siebanlagen besteht. Dass die „MCO 9 EVO“ ideal zum mobilen Backenbrecher „Mobicat MC 110 EVO“ passt, zeigte sich bei der Livedemonstration. Dort bildeten beide Anlagen zusammen mit der mobilen Dreidecker-Siebanlage MS 16 D eine produktive Anlagenverkettung bei der Aufbereitung von Naturstein. Der Asphaltmischanlagen-Hersteller Benninghoven, bei dem  die Wirtgen Group etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt, präsentierte 14 Exponate in Mülheim. Besondere Aufmerksamkeit genoss dabei der neue Heißgaserzeuger. Die indirekte Erhitzung von Ausbauasphalt im Gegenstrom mittels Heißgaserzeuger ist eine besonders umweltschonende und wirtschaftliche Technik, die Benninghoven bereits in den vergangenen Jahrzehnten eingesetzt und stetig weiterentwickelt hat. Mit dem neuen Heißgaserzeuger hat das Unternehmen die Möglichkeit geschaffen, höhere Mengen an Recycling-Material hinzu zu fügen und gleichzeitig die Emissionswerte weiter zu reduzieren. Die Folge ist eine positive Gesamtenergiebilanz.

Zukunftsaussichten

Für eine geplante Werkserweiterung bei Kleeman wurden kürzlich rund 40 Millionen Euro von Stefan und Jürgen Wirtgen freigegeben. Das Unternehmen produziert mobile Brech– und Siebanlagen und der Umsatz konnte im vergangenen Jahr von 180 auf 221 Millionen Euro gesteiert werden, was einem Zuwachs um 22 % enstpricht. Eine der wichtigsten Neuerungen innerhalb der Wirtgen Group ist die anstehende Zusammenlegung bzw. der Bau eines neuen Benninghoven Werkes. Die bisherigen Standorte Mühlheim an der Mosel und Wittlich werden mit dem Werksneubau in Wittlich zusammen gelegt. Zum Tag der Pressekonferenz war klar, dass der neue Standort in der Nähe des jetzigen Standortes bleiben soll, jedoch wurde noch keine finale Fläche für den Werksneubau festgelegt. Die Investitionssumme in den Jahren 2016 und 2017 liegt bei 150 Millionen Euro im Wirtgen Group Geschäftsfeld Mineral Technologies. Dieses beinhaltet die Marken Wirtgen, Kleemann sowie Benninghoven. „Wir wollen den Umsatz im Geschäftsbereich Mineral Technologies bis 2020 um 50 % steigern“, so Jürgen Wirtgen.

About the Author:

Schreibe einen Kommentar