Wirtgen – Neuer Grip für Motorsport-Rennstrecke

Wirtgen – Neuer Grip für Motorsport-Rennstrecke

Der TT Circuit in Assen/Niederlande zählt zu den wichtigsten Motorrad-Rennstrecken Europas. Bei Sanierungsarbeiten vertraute das mit der Ausführung beauftragte Unternehmen GMS Fahrbahnsanierungen einer Wirtgen Kaltfräse W 210i mit Kabine und FCS Feinstfräswalze. Der 4,5 km lange Rundkurs bietet 100.000 Zuschauern Platz und ist die einzige aktuelle WM-Strecke, die speziell für Motorräder konzipiert ist. Im Laufe des Rennbetriebs hatten sich 3 bis 8 mm hohe Bodenwellen auf der Start- und Zielgeraden gebildet. Die Folge: Beim Anbremsen vor der Kurve „schaukelten“ die Motorräder und waren nicht mehr kontrollierbar. Für die Fahrer bedeutet das ein zu hohes Sicherheitsrisiko, das die Prolierung der Fahrbahn auf einer Fläche von 3.000 m und die Wiederherstellung der Grigkeit erforderte.

Feinstfräsen bringt Fahrbahn wieder auf Kurs

Eine klassische Anwendung für das Feinstfräsen – und so setzte Fräsdienstleister GMS einmal mehr auf die Technologie des Unternehmens Wirtgen. Durch das Feinstfräsen lassen sich Oberächenverformungen der Fahrbahn beseitigen und gleichmäßige, ebene Flächen erzeugen. „Wir haben uns für eine Wirtgen Kaltfräse W 210i mit einer FCS Feinstfräswalze LA 6×2 entschieden. Im Gegensatz zu einer Standard-Fräswalze ist sie mit 672 statt 168 Fräsmeißeln bestückt“, erklärt Ernst Kugel, Bauleiter von GMS. Anders als Standard-Fräswalzen verfügen Feinstfräswalzen – auch Microfeinfräswalzen genannt – über einen Schnittlinienabstand von unter 6 mm und erzeugen somit eine sehr fein strukturierte Fahrbahnoberäche mit einer maximalen Frästiefe von 3 cm.

Große Flexibilität durch FCS

Darüber hinaus bietet Wirtgen mit dem Flexible Cutter System, kurz FCS genannt, die gute Lösung, um Fräswalzen mit verschiedenen Linienabständen oder Arbeitsbreiten für unterschiedliche Anwendungen schnell und mit nur wenigen Handgrien wechseln zu können. Ein großer Vorteil und wesentlicher Faktor für den ezienten Betrieb von Großfräsen, wie auch GMS-Geschäftsführer Torsten Meyer erklärt: „Für uns ist es wichtig, dass wir die Maschinen vielseitig einsetzen und damit wirtschaftlich nutzen können.“ So auch bei der Sanierung des TT Circuits in Assen. Hier setzte GMS außerdem auf das Multiplex-Nivelliersystem, das sich insbesondere für den Einsatz bei Feinfräsarbeiten zur Messung langgezogener, gestreckter Unebenheiten eignet und mehrere Sensoren auf einer oder beiden Maschinenseiten (z. B. Seilzug-, Ultraschall-, Zylindersensor) kombiniert. Aus dem Mittelwert der angeschlossenen Sensoren wird dann die aktuelle Frästiefe sehr präzise berechnet; Längswellen können dadurch dem Hersteller zufolge sehr gut ausgeglichen und somit hochpräzise Ergebnisse bei der Nivellierung erzielt werden. Entsprechend zufrieden zeigte sich Bauleiter Kugel mit der Ebenheit: „Die Qualität der Fahrbahnoberäche ist sehr gut, wir konnten keine Unebenheiten mehr feststellen.“

OCS für mehr Ezienz

Neben der richtigen Anwendungstechnologie kam auch die passende Kaltfräse zum Einsatz. GMS vertraute dabei auf die Wirtgen W 210i mit „Operator Comfort System“, kurz OCS. Wesentliches Element des OCS ist die hydraulisch verfahr- und drehbare Kabine – sie bringt den Fahrer schnell und eektiv in die jeweils optimale Sichtposition. „Kameraübertragung, präzise Joystick-Steuerung und leistungsstarke Klimaautomatik sorgen für optimale Arbeitsbedingungen bei jeder Witterung“, bringt Maschinist Jürgen Dielefeld die Vorzüge des „Operator Comfort Systems“ auf den Punkt. So war es am Ende eine Kombination aus hochwertigem Equipment, modernen Technologien und konzentriertem Arbeiten aller Beteiligten, die der Motorrad-Rennstrecke den nötigen Grip zurückgaben. „Damit konnten wir die Sanierung ohne große Beeinträchtigung des Rennbetriebs ausführen“, zieht Bauleiter Kugel ein positives Fazit.

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