Ein halbes Jahrhundert Sicherheitstechnik

Ein halbes Jahrhundert Sicherheitstechnik

In diesem Jahr feierte das Unternehmen Spanset sein 50. Jubläum. Die Spanset AG ist eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft und betreut in der Hauptsache den Schweizer Markt. Das Kernsortiment besteht aus Hebe- und Zurrmitteln sowie Produkten für die Absturzsicherung.

Zur Jubiläumsfeier am 10. Juni waren Kunden, Partner und Freunde in das Werk in Übach-Palenberg, eine an der Grenze zu den Niederlanden gelegenen Stadt im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg eingeladen. Die Begrüßung übernahmen die Spanset Geschäftsführer David Ehnib, Hans-Josef Neufinger, Patrik Schulte sowie Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, und Michael Fidelis Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Nach einer kurzen Mittagspause konnten die Veranstaltungsgäste einen Betriebsrundgang mitmachen. Gezeigt wurden die Weberei, die Hebetechnik und die Ladungssicherung. Auch Produktvorführungen zu den Themen Hebevorgang, Ladungssicherung und persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz gab es.

Vorgeschichte

Vor 50 Jahren, als das Unternehmen Spanset gegründet wurde, hatten Autos noch keine Sicherheitsgurte. Der Unfallverhütung wurde damals wenig Aufmerksamkeit geschenkt, und viele Unfälle, bei denen man heutzutage unversehrt bleiben würde, hatten tödliche Folgen. Um die Sicherheit der Insassen zu verbessern, wandte sich der Automobilhersteller Volvo Ende der 50er Jahre an die Bandweberei AB Textilkonst & Klippan mit dem Auftrag, einen Sicherheitsgurt für seine Fahrzeuge zu entwickeln. Die Stunde für die kleine schwedische Bandweberei war gekommen. Gemeinsam mit Volvo-Ingenieuren entwickelte man aus hochfestem Textilband den ersten Autosicherheitsgurt der Welt. Dieser wurde 1959 in die Modelle Amazon und 544 eingebaut und sorgte erst für eine Menge Verwunderung in der Öffentlichkeit – wurde aber bald ein großer Erfolg.

Unternehmensgründung

Dank der großen Nachfrage gründete Erik Ehnimb, Miteigentümer von Klippan, 1966 die Spanset Gesellschaft in Malmö – Schweden. Die von Spanset produzierten Bänder wurden schnell in vielen anderen Bereichen eingesetzt, in denen bis zu diesem Zeitpunkt Ketten und Drahtseile verwendet wurden. Die Kunden schätzten besonders das geringe Gewicht und die Belastbarkeit der neuen Zurr- und Hebegurte.

Gründung der Schweizer AG

Zunächst wurden fertige Hebebänder und Zurrgurte aus dem Stammhaus in Malmö importiert. Bereits 1968 wurden die ersten Gurte in Hombrechtikon genäht. Ende der 60er Jahre waren Hebebänder und Zurrgurte völliges Neuland für den Verwender. Deshalb wurden die angebotenen Produkte zunächst belächelt.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die „Secutex“-Beschichtung war ein wichtiger Schritt in der Hebetechnik, sodass Anfang der 80er Jahre die Spanset-Secutex GmbH gegründet wurde. Außerdem kam eine neue Rundschlingengeneration mit Textildrahtverstärkung im Schutzmantel und erhabener eingewebter Tragfähigkeitsangabe auf den Markt. Es folgten weitere Entwicklungen und Patente wie die ABS-Druckratsche und der „Tension Force Indicator“ zur Anzeige der Vorpannkraft bei Zurrgurten. Auch in anderen Bereichen wie der Höhensicherung entwickelte der Hersteller eigene Produkte.

Safety Management für mehr Sicherheit

Heute ist die Spanset-Gruppe mit über 15 Produktions- und Vertriebsgesellschaften und nahezu 1.000 Mitarbeitern zurückblickend stolz auf ihre Geschichte – schließlich hat die jahrzehntelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf der ganzen Welt zu erhöhter Sicherheit, erleichterter Arbeit, weniger Unfällen und geringeren Betriebskosten beigetragen. Auf der Grundlage ständiger Innovationen und neuer Technologien stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen der Zukunft.

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