Jürgen Kölsch zieht nach Recycling Aktiv positive Bilanz

Jürgen Kölsch zieht nach Recycling Aktiv positive Bilanz

Qualität ist nicht gleich Quantität. Auch wenn der Publikumsandrang in Karlsruhe etwas verhaltener war als vor zwei Jahren, konnte sich die Firma Kölsch, dank hochkarätiger Besucher, in ihrem Konzept bestätigt sehen: Gute Marken und Maschinen sind in Recycling und Gewinnung heute gefragter denn je.

Die Doppelmesse Recycling Aktiv/ Tiefbau Live ist bekanntlich umgezogen: vom Baden-Airpark auf das Karlsruher Messegelände. Noch im Juni 2015 meldete die Messe einen Besucher­rekord. Diesen konnte die aktuelle, um 5 Prozent Fläche gewachsene Doppelmesse nicht einstellen. In diesem Jahr wurden 7.500 Besucher gezählt, was angesichts des wechselhaften Wetters und des verlängerten Wochenendes jedoch kein schlechter Wert ist. Außerdem wurde erstmals die Zählweise geändert: Die Besucherzahl ist nun nach FKM-Kriterien geprüft, so dass unter anderem die Aussteller – dieses Jahr waren es 202 – nicht mehr darin auftauchen können.

Kölsch mit neun Maschinen am Start

Die Jürgen Kölsch GmbH, die sich selbst als „Spezialist unter den Aufbereitern“ bezeichnet, hatte gleich neun Maschinen für Gewinnung, Haldung, Fragmentierung und Wiederverwertung nach Karlsruhe gebracht. Für die Fernwirkung des Standes sorgte das robuste Transportband Telestack TC424X mit einer Arbeitslänge von ca. 24 Metern und einer Abwurfhöhe von fast 10 Metern. Pro Stunde kann das Band bis zu 400 Tonnen Material aufhalden. Den Rückweg nach Heimertingen, dem Kölsch Standort, musste es nicht antreten: Es fand einen Käufer auf der Messe. Ein weiteres Highlight, der Rubble Master 120GO! war in Aktion zu sehen, ausgestattet mit dem Rückführsieb MD125GO und dem Windsichter WS500GO. Eine kompakte Maschine mit enormer Durchsatzleistung und intelligenten technischen Details, die ebenfalls einen Kaufinteressenten vor Ort überzeugen konnte. Um einiges kleiner, aber mit dem gleichen anwenderfreundlichen Bedienprinzip ausgestattet, war eine weitere Rubble Master Maschine am Kölsch Stand, die RM70GO!. Mit 20 Tonnen Gesamtgewicht ist sie sehr transportfreundlich und dank leisem, durchsatzstarkem Betrieb für den Einsatz in lärmsensiblen Gebieten prädestiniert. Ein weiterer raupenmobiler Zerkleinerer, allerdings aus der Familie der Backenbrecher, der hydraulisch angetriebene Franzoi FPR1006 wurde in Aktion gezeigt. Dank subtiler Verstellmöglichkeiten – auch während des Brechens – ist er in der Lage, außerordentlich kubisches Korn zu erzeugen. 
Drei Siebanlagen ergänzten das gezeigte Portfolio. Mit der Portafill 5000CT hatte Kölsch eine Siebanlage mit 2-Deck-Freischwinger-Siebkasten vor Ort, die sich vor allem auch bei stark bindigen Aufgaben empfiehlt und als Spezialist für das Erzeugen von Humus bezeichnet wird. 

Vom Hersteller Powerscreen wurden zwei weitere Siebe gezeigt: Die Powerscreen Powertrak 750 ist ein Schwerlastsieb mit äußerst robuster Konstruktion, prädestiniert etwa für das Vorabsieben von gesprengtem Fels, Abraum sowie Bau- und Abbruchmaterial. Der Vibrorost des Siebs wurde auf der recycling aktiv mittels Bagger beschickt. Das zweite Powerscreen Sieb war eine Warrior 800, die Material in drei Fraktionen ausgeben kann. Zwei Siebdecks und kraftvolle Amplituden sorgen für einen Durchsatz von bis zu 250 Tonnen in der Stunde.

Neue Maschinen im Angebot

Ganz neu dabei und erst seit Kurzem im Kölsch Portfolio waren zwei Maschinen aus der Terex Ecotec Serie. Sie eignen sich in erste Linie für die Aufbereitung von Erde, Holz oder auch Hausmüll. Gezeigt wurden beide Maschinen auf der Aktionsfläche R324 „Holz und Biomasse“. Die Terex Ecotec TBG 620 ist ein Abfallholz- und Grünschnitt-Shredder zur Zerkleinerung von Abfällen, Kompostmaterial, Rinde, Wurzelholz, Paletten und Abbruchholz. Ihr Hackrotor durchmisst einen guten Meter, er ist 1.530 mm breit. Der Einlaufquerschnitt beträgt 520 mm x 1.500 mm. Dieser Shredder wurde im Zusammenspiel mit der Terex Ecotec TTS520-3 gezeigt, einem Trommelsieb, das durch ein zusätzliches Scheibensiebsystem die Abtrennung einer dritten Fraktion ermöglicht – als einzige Trommel ihrer Art.

Fazit

Die Firma Kölsch setzt auf bekannte Marken und hohe Qualität. Da Bauwirtschaft und Abfallwirtschaft homogene, saubere Produkte und präzise Körnungen bei Naturstein-, aber ebenso bei Recyclingprodukten verlangt, stehen die entsprechenden Maschinen hoch im Kurs. Und Wiederverwertung ist das Gebot der Stunde, schon allein weil Deponieraum immer knapper und teurer wird. Mit mäßigen Maschinen dürften die Aufgaben der Zukunft nur schwer zu bewältigen sein.

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