Big, bigger, bauma 2019

Big, bigger, bauma 2019

8. bis 14. April 2019 – in Hunderttausenden Kalendern rund um den Globus ist dieser Termin dick mit Leuchtstift angestrichen. Die bauma ist ein Fixstern im Baumaschinenkosmos, auf den sich die Aktivitäten der wichtigsten Hersteller weltweit ausrichten. Um aus der Masse der weit über 3.000 Aussteller herauszustechen, überbieten sich die Schwergewichte der Branche regelmäßig mit Superlativen bei Exponaten und Ständen. Aber auch die Messema­cher ruhen sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Erfolge aus. Die größte Messe der Welt wächst weiter. Mareile Kästner, Projekt­leiterin bauma, berichtet im Interview mit Treffpunkt.Bau-Redak­teur Peter Hebbeker, was die rund 600.000 Besucher Großes und Neues erwartet.

 

Die bauma gilt als die größte Messe der Welt. Mehr geht nicht. Oder?

Mareile Kästner: Doch, das ist in der Tat möglich! Wir erweitern die bauma 2019 um mehr Ausstellungsfläche. Die größte Messe der Welt wird damit noch größer. Durch zwei neue Messehallen und eine optimierte Aufplanung der Freifläche wächst die bauma auf 614.000 Quadratmeter, zur letzten Veranstaltung waren es 605.000.

 

Welches sind die bedeutendsten Neuerungen gegenüber 2016, die sich aus Vergrößerung der Ausstellungsfläche ergeben?

Mareile Kästner: Im Zuge der vergrößerten Ausstellungsfläche ha­ben wir die inhaltliche Struktur optimiert, damit sich die Besucher auf dem großen Areal noch besser orientieren können. Der Bereich Bau­maschinen wird auf fünf Hallen erweitert. Hierzu stehen zusätzliche Flächen auf dem Freigelände Nord und nördlich der Hallen C4 und C5 zur Verfügung. Die Hebezeuge befinden sich neu, als ein Bereich in Halle C4. Der Ausstellungsbe­reich Komponenten vergrößert sich ebenfalls auf fünf Hallen. Schalungen und Gerüste sind künftig in Halle B3 sowie auf dem vergrößerten Freigelände Nord zu sehen. Digitale Themen der Branche werden in Halle A2 abgebildet.

 

Die bauma lockt Besucher aus aller Welt. Wie schaffen Sie es, die Messe immer von neuem attraktiv zu gestalten?

Mareile Kästner: Die bauma ist alle drei Jahre der wichtigste, internationale Treffpunkt für die Baumaschinenbranche. Hier werden Trends gezeigt und Impulse gesetzt. Dazu zählen als Highlight die Aussteller mit ihren Stand­bauten und den Exponaten. Zudem greift die Messe aktuelle und zukünftige Themen auf, wie Elektromobilität und autonomes Fah­ren, vernetzte Baustellen, Arbeitssicherheit oder auch Nachhaltig­keit. Diese spiegeln sich in der Ausstellung als auch im Rahmenpro­gramm wider. Damit bietet die bauma Besuchern einen kompletten Marktüberblick, Orientierung und zeigt die Innovationen der Bran­che – an einem Ort.

 

Wie viele Aussteller haben sich bereits angemeldet – sind überhaupt noch Standplätze frei? Zeichnet sich ein Trend ab – z. B. mehr Aus­steller, größere Stände, zunehmende Internationalisierung…?

Mareile Kästner: Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Ausstel­lerzahl von 2016 zu übertreffen. Wir erwarten rund 3.500 Aussteller. Die Internationalität wird auf einem gleichbleibenden, sehr hohen Niveau liegen. Insgesamt beobachten wir eine noch größere Nach­frage als in den Jahren zuvor. Um möglichst vielen Unternehmen eine Präsenz anbieten zu können, haben wir ein neues Konzept ein­geführt: bauma Plus.

 

Können Sie zu bauma Plus schon mehr sagen?

Mareile Kästner: bauma Plus ist ein Beteiligungskonzept mit un­terschiedlichen Modellen, das Aussteller integriert, denen wir kei­ne eigene Standfläche mehr anbieten konnten. Besucher erhalten den Vorteil, dass sie ein noch umfassenderes Bild zu Anbietern der Branche bekommen. Zum Beispiel mit bauma Plus Onsite, ein Ge­meinschaftsstand, der dem Aussteller sechs Quadratmeter für die Präsentation seines Unternehmens zur Verfügung stellt. bauma Plus Move ist eine flexible Business-Plattform und Co-Working Area, auf der sich Besucher mit Ausstellern treffen können.

 

Warum ist München der richtige Standort für diese Mega-Messe?

Mareile Kästner: München bietet eine hervorragende Infrastruk­tur, die nicht nur eine möglichst bequeme Anreise für die Besucher aus aller Welt gewährleistet, sondern uns auch die Organisation der Messe ermöglicht. Zum Beispiel im Hinblick auf die Schwertranspor­te, die wir beim Aufbau erwarten. Seit der Gründung der bauma im Jahr 1954 hat die Messe München die Veranstaltung kontinuierlich weiterentwickelt und dadurch ein Know-how erlangt, das fest im Unternehmen verankert ist. Die positive Entwicklung spiegelt sich zum Beispiel aktuell im Neubau der Hallen C5 und C6 wider.

 

Die bauma rühmt sich ihrer Superlative. Können Sie schon etwas verraten über den größten bzw. aufwendigsten Messestand, die gewaltigste Maschine, die schwierigste Anreise…?

Mareile Kästner: Für diese Details ist es leider noch etwas zu früh. Allerdings kann ich verraten, dass einige Aussteller ihre Standflächen nochmals vergrößert haben. Ich bin sicher, dass wir zum Beispiel von Liebherr oder Komatsu wieder Großes hinsichtlich Standbau und Maschinen erwarten können. Was für die Organisation in die­sem Jahr eine spannende Herausforderung sein wird, ist die Strom­versorgung. Zahlreiche Aussteller werden Maschinen mit E-Antrieb vorstellen. Das erfordert unter anderem einen weiteren Ausbau der Strominfrastruktur.

 

Haben Sie bereits ein persönliches Highlight der bauma 2019 – was dürfen sich die Besucher keinesfalls entgehen lassen?

Mareile Kästner: Ich werde auf der bauma 2019 definitiv den Selfie Tower erklimmen und den Blick von oben über das Gelände genie­ßen. Spannend wird sicherlich auch die VR Experience in Halle B0. Dort werden Themen der Branche virtuell dargestellt. Genauere In­formationen gibt es hierzu in Kürze auf der bauma Website. Wer es bis April nicht mehr abwarten kann, kann sich ab Herbst über unsere bauma Webcam jederzeit über den aktuellen Stand des Aufbaus in­formieren. Auf diesen freue ich mich besonders, denn dann startet die ‚heiße‘ Vorbereitungsphase.

 

Zum Schluss vielleicht noch ein Goodie für unsere Leser. Haben Sie einen Insidertipp, wo es jetzt noch freie, bezahlbare Unterkünfte gibt für die bauma 2019? Und wie erreichen Besucher am besten das Messegelände?

Mareile Kästner: Wer noch eine Unterkunft braucht, kann sich zum Beispiel an unseren Servicepartner Tradefairs von DER Touris­tik Deutschland wenden. Für die Anreise empfiehlt sich Besuchern den öffentlichen Nahverkehr oder den Flughafenshuttle zum Messegelände zu nutzen. Besuchern, die mit dem eigenen Pkw kommen, stehen auch Parkflächen abseits des Messegeländes zur Verfügung. Für den unkomplizierten Transfer zum Messegelände stellen wir Bus-Shuttles bereit. Alle Informationen zu Unterkünften und zur Anreise finden Interessierte zusammengefasst auf unserer Webseite.

 

 

Text: Peter Hebbeker

Bilder: Messe München

About the Author:

Schreibe einen Kommentar