Platte macht Strecke

Platte macht Strecke

Ein großes Projekt, ein enger Zeitplan – ein typisches Problem, das Strommer Tiefbau durch die Investition in den Stehr Platten­verdichter SBV 80 H4 entschärfen konnte. Das Bauunternehmen, eine Tochtergesellschaft von Richard Schulz Tiefbau, ist ansässig im oberbayerischen Schongau und baut derzeit die Ortsumfah­rung Starnberg West im verkehrsreichen Münchner Umland. Auf 7 km wurden 200.000 m³ Erde bewegt und die Streckenführung begradigt. Derzeit bereitet Strommer mit 50.000 t Material ein frostsicheres Bett für die neue Straße.

1.890 kg wiegt der 3 m breite Stehr SBV 80 H4 und soll laut Hersteller hinsichtlich der Verdichtungsleistung in der gleichen Klasse spielen wie ein 13-t-Walzenzug. Bis zu 50 % weniger Leistung und damit auch erheblich weniger Kraftstoff braucht die Platte gegenüber der Walze beim Verdichten, verspricht Geschäftsführer und Inhaber Jür­gen Stehr. Zu der Baustelle in Starnberg sagt der Unternehmer: „Auch hier zeigte sich wieder einmal die totale Überlegenheit der Stehr Erfindung gegenüber herkömmlichen Verdichtungsgeräten. Die Verdichtungsergebnisse werden außerdem noch über eine zusätzli­che Wasserberieselung enorm verbessert, um einen zum Verdichten optimalen Wassergehalt zu erreichen. Dadurch erfolgt eine bessere Verlagerung der Kornstruktur. Der Tank wird an der Fronthydraulik des Traktors angebracht. Über eine von uns entwickelte, hydrau­lisch einstellbare Hochdruckwasserpumpe wird nur so viel Wasser in Breite und Menge aufgebracht, wie benötigt wird. Bei einer Ar­beitsbreite von knapp 3 m und einer Schütthöhe von 30 cm wurden Flächenleistung und Verdichtungsergebnisse mit nur einem Über­gang besser als gefordert erreicht. Dies geschieht mit einer Wucht­kraft von 4× 80 kN bei einer hohen Schwingungsfrequenz von 70 Hertz, die circa doppelt so hoch ist wie die Eigenschwingungsfre­quenz des Bodens. Es gibt keine Entmischung des Bodens, da die zum Verdichten wichtige Kornabstufung erhalten bleibt. Über einen einfach zu bedienenden Bordcomputer bekommt der Fahrer die In­formationen des Verdichtungsvorgangs, Schwingungsfrequenz und Fahrgeschwindigkeit auf einem übersichtlichen Farbdisplay in der Kabine angezeigt. Durch den Einsatz des Stehr Plattenverdichters konnte der Bauablauf in Starnberg enorm verkürzt und somit auch die Termine eingehalten werden.“

 

 

Text und Bilder: Bernd Mair

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