Holp – Information direkt vom Hersteller

Holp – Information direkt vom Hersteller

Seit fünf Jahren leistet sich die Firma Holp eine 7.000 m² große Test-Arena am Firmensitz im schwäbischen Murrhardt-Fornsbach. Das Besondere daran: Geschäftsführer Günter Holp nutzt die Plattform nicht nur zur Präsentation der eigenen Entwicklungen, sondern lädt auch andere Hersteller ein, ihre Geräte in Aktion vorzuführen. „Dieser Tag gehört ganz unseren Kunden. Sie sollen in aller Ruhe, ohne Verkaufsdruck, das beste Gerät für ihre Anwendung auswählen. Hier wird demonstriert, selbst ausprobiert und beraten – Verkaufsgespräche sind tabu“, so Holp anlässlich des Anbaugerätetags in der Test-Arena am 9. November 2019.

Die Gäste hatten die Gelegenheit, den Holp RotoTop in verschiedensten Situationen an den 13 Stationen der Test-Arena auszuprobieren. Montiert an den innovativen Drehantrieb waren nicht nur die Holp-eigenen Anbaugeräte, sondern auch die unterschiedlichsten Maschinen der Partnerfirmen Kronenberger Oecotec, DMS, Rokla/Rockwheel, UAM und TMC Cancela. Als Gastaussteller vertreten waren RSBaumaschinen und iDig.

 

Klasse vor Masse

„Wir wollen den Aha-Effekt. Wenige Minuten im Bagger reichen, um den Fahrer zu überzeugen, dass über 90 % der Bewegung eines Tiltrotators von der Rotation kommt. Man muss einfach selbst spüren, wie viel mehr Möglichkeiten einem der RotoTop bietet“, erläutert Holp das Konzept seiner Test-Arena. Ebenso wichtig wie das Selbstausprobieren ist dem Unternehmer die intensive persönliche Betreuung seiner Gäste. „Hunderte oder gar tausende Interessenten auf einmal wollen wir hier gar nicht durchschleusen. So eine Massenabfertigung wird unseren hochwertigen Produkten nicht gerecht. 30 – 80 Fahrer pro Testtag sind optimal“, sagt Holp. Qualität steht bei ihm klar vor Quantität, dennoch lässt er keinen Zweifel an seinen hochgesteckten Zielen: „Mit dem RotoTop wollen wir die vollständige Marktdurchdringung. Einfach weil es die beste Lösung ist und dem Bauunternehmer dabei hilft, mit seinem Bagger richtig Geld zu verdienen.“

 

3 Jahre Garantie

Von schwäbischer Sparsamkeit und Tüchtigkeit geprägt ist der Servicegedanke von Holp. So werden beispielsweise einseitig verschlissene Schneckenräder im Getriebe des RotoTops nicht kostspielig ausgetauscht, sondern nachgearbeitet. „Das hält dann wieder 10 Jahre und spart dem Kunden ordentlich Geld. Uns geht es nicht ums kurzfristige Kassemachen. Wir wollen zufriedene Kunden, die immer wieder gerne zu uns kommen und auf unsere Maschinen schwören“, so Holp. Das Vertrauen in die eigene Konstruktion ist so groß, dass Holp auf seinen RotoTop 3 Jahre bzw. 3.000 Betriebsstunden Garantie gewährt – und dies auch beim Einsatz mit Rüttelplatte, Hammer oder Fels-Fräse. Das ist einzigartig in dieser Produktsparte, wie Holp betont. Um seine Aussage noch zu untermauern, ergänzt er: „Wir sind Erstausrüster von einigen Fels-Fräsen Herstellern im In- und Ausland.“ Dies versteht Holp als Beweis dafür, dass nicht irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, die sich am Ende als Worthülse herausstellen.

 

Besser: Tilt unter der Rotation

„Bei dieser Veranstaltung geht es mir besonders darum, den Gästen anhand vielfältiger Einsatzbeispiele zu zeigen, dass der Tilt unter der Rotation besser ist als darüber“, so Holp. Damit möchte er es den Fahrern leichter machen. Es geht Holp dabei um die Bewegungs-Achsen, die die meisten Fahrer am Ende eher langsamer anstatt schneller machen. Auch für Mietparks ist diese Lösung deshalb äußerst vorteilhaft, was die Firma Eberle Hald als erster großer Vermieter erkannt und bereits dazu animiert hat, den kompletten Mietpark umzustellen. Begonnen wird dieses Jahr noch mit zehn Baggern, die auf Tilt unter Rotation umgerüstet werden. Der entscheidende Vorteil ist, dass die Rotation bei jeder Arbeit am Bagger verbleiben kann. „Das zeichnet den RotoTop gegenüber jedem Tiltrotator aus: Er baut so flach, dass der Bagger nicht nennenswert an Reißkraft verliert, aber extrem an Flexibilität gewinnt“, so Holp.

 

Der Löffel mit der Ecke

Mit dem äußerst vielfältigen VarioLöffel hat Holp seinen Ruf als begnadeter Tüftler begründet. Sein neuester Entwurf – der BankettLöffel – verblüfft erneut mit einer einfach genialen Idee, die Holp aus der Beobachtung des Arbeitsalltags auf Straßenbaustellen abgeleitet hat. Dem BanketLöffel fehlt schlicht die linke obere Ecke. Der Nutzen für den Baggerfahrer leuchtet sofort ein: Der Löffel taucht einseitig problemlos unter die Leitplanke ab und arbeitet präzise und effizient dort, wo andere gar nicht hinkommen. Neben dem Zusatznutzen bleiben Volumen und Stabilität des Löffels für alle anderen Arbeiten erhalten.

 

 

Text und Bilder: Bernd Mair

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