Stricker – Mineral- und Baustoffrecycling als Basis nachhaltiger Ressourcenbeschaffung

Stricker – Mineral- und Baustoffrecycling als Basis nachhaltiger Ressourcenbeschaffung

Über 600 Millionen Tonnen an mineralischen Rohstoffen fallen jährlich in Deutschland für Konstruktionsvorhaben an.1 Hierzu werden beispielsweise Schotter und Kies hektarweise abgetragen, da sie in der Betonproduktion Verwendung finden. Dieser hohe Bedarf an Ressourcen erfordert ein sorgfältiges Beschaffungskonzept, das – besonders in Zeiten von Klimakrise und zunehmendem Umweltbewusstsein – ebenso dem Prinzip einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft folgt.

So gehört zu jedem Bauvorhaben auch das Recycling: Neben der Herstellung primärer Rohstoffe zählt die Wiederverwertung bereits verwendeter Materialien als gängige Beschaffungsmethode in der Bauwirtschaft. „Zu den recycelten Stoffen gehören folglich Gesteinskörnungen, die durch die Aufbereitung mineralischer Abfälle entstehen“, weiß Ralph Krönert, Geschäftsführer der Stricker Umwelttechnik GmbH & Co. KG. „Dabei weist die erneute Aufbereitung von Baustoffen nicht nur einen hohen ökologischen Nutzen auf, sondern wirkt sich außerdem positiv auf die Kostenbilanz aus.“

 

Großes Potenzial

Mineralische Abfälle bilden mit über 275 Millionen Tonnen den größten Anteil an Baurückständen in Deutschland.2 Dazu zählen neben Steinen und Boden auch Bauschutt, Abfälle auf Gipsbasis, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle. Das Recyclingpotenzial solcher Stoffe hängt dabei einerseits von ihren konstruktionstechnischen sowie umweltrelevanten Eigenschaften und anderseits von ihrer stofflichen Zusammensetzung ab. Beschaffenheit und Ausgangsqualitäten lassen sich wiederum nur bedingt durch die Verfahrensweise beim Abbruch beziehungsweise Rückbau, der Getrennthaltung der einzelnen Fraktionen und der angewandten Aufbereitungstechnik bestimmen. Ob im Hoch- und Tiefbau, Straßen- und Wegebau oder im Garten- und Landschaftsbetrieb – sekundäre Rohstoffe finden in der heutigen Zeit in beinahe allen technischen Bauwerken oder bei der Herstellung von Bauprodukten Verwendung. „Darüber hinaus stehen sie Primärstoffen in Bezug auf Beschaffenheit und Leistung in nichts nach: Wegen ihres teilweise geringeren Einbaugewichts und der Zertifizierung ihrer Qualitätsmerkmale handelt es sich hierbei um eine wirtschaftliche und ertragreiche Alternative“, betont der Experte für Rückbauarbeiten.

 

Schutz natürlicher Ressourcen

Positive Effekte des Baustoff- beziehungsweise Mineralstoffrecyclings zeigen sich vor allem in der Umwelt. So entzieht die erneute Aufbereitung von Bauschutt dem Stoffkreislauf Schadstoffe. „Zudem reduziert ihre Wiederverwendung auch den Landschaftsverbrauch, da zum einen kein weiterer Flächenverlust durch den Abbau von Rohstoffen erfolgt und es zum anderen keinen zusätzlichen Raum für die Deponierung von Stoffen erfordert“, so Krönert. Denn je höher der Anteil an wiederverwendbaren Elementen, desto größer fällt die Entlastung bei der Entsorgung aus. Auch die Herstellung von Sekundärbaustoffen benötigt in der Regel einen geringeren Energieaufwand als bei primären Rohstoffen. Da die Aufbereitung der Materialien ortsnah erfolgt, hält sie den Transport- und Verkehrsaufwand gering. „Doch beginnt Ressourcenschonung nicht erst beim Rückbau von Gebäuden – bereits vor den Arbeiten lassen sich Baustellen recyclinggerecht gestalten, denn Abfälle können vorab durch eine fachgerechte Konstruktion der Bausubstanz angepasst oder teilweise gar vermieden werden“, erläutert Krönert. „Somit kann letztlich jeder Bauherr durch die Verwendung von Recyclingmaterialien einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.“

 

Text und Bilder: Stricker Umwelttechnik

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