Montabert – Hammerhart und smart: Hundert Jahre Montabert

Montabert – Hammerhart und smart: Hundert Jahre Montabert

Schlagkraft bildet den Markenkern des Unternehmens, das Joannes Montabert 1921 in Lyon gegründet hat. 10.000 Hydraulikhämmer und 2.000 Schlagwerke fertigen die 450 Mitarbeiter heute pro Jahr für den Weltmarkt. Groß wurde Montabert nicht allein durch den Punch seiner Hydraulikhämmer, auch Innovationsfreude und Marktgespür zählen zu den traditionellen Tugenden des Branchenurgesteins. Wir sprechen mit Christian Bianchi, Marketing & Communication Manager bei Montabert, über Kraft und Cleverness. Eine Symbiose, die das Unternehmen und seine Maschinen seit jeher auszeichnet.

 

Welche Meilensteine prägen die hundertjährige Firmengeschichte von Montabert?

Christian Bianchi: Zahlreiche wegweisende Entscheidungen und patentierte Entwicklungen prägen die Unternehmensgeschichte von Montabert. Ein Meilenstein, der uns bereits früh eine marktführende Position sicherte, war die Gründung einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung in den 1950er-Jahren. Seitdem entwickeln unsere Ingenieure durchschnittlich drei bis fünf Patente pro Jahr. Montabert hat beispielsweise eine der beiden Technologien erfunden, die bis heute in Hydraulikhämmern eingesetzt werden. Bahnbrechend war 1969 die Einführung des ersten hydraulischen Hammers BRH 500, der an einen Bagger angebaut werden konnte. Diese Maschine verhalf der Gattung Hydraulikhammer buchstäblich weltweit zum Durchbruch. Im Jahr darauf, 1970, erfand Montabert den ersten hydraulischen Drifter. Heute ist eines unserer effizientesten und cleversten Produkte der V32. Ein 1,5-Tonnen-Hydraulikhammer, der die einzigartige Eigenschaft besitzt, dass er seine Schlagenergie automatisch an die Härte des Materials anpassen kann.

 

Wofür steht die Marke Montabert?

Christian Bianchi: Der Einsatz innovativer Hochleistungstechnologie in Produktdesign und -fertigung macht Montabert-Produkte zur effizientesten und zuverlässigsten Wahl für Kunden rund um den Globus. Seit 1921 werden Montabert-Maschinen in Frankreich hergestellt, mit der Verpflichtung, Methoden und Lösungen zu entwickeln, die auf Produktivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit ausgerichtet sind. Eine kontinuierliche Investition in Forschung und Entwicklung hat zur Lieferung von Technologieprodukten geführt, die den Markt revolutionieren. Seit 100 Jahren sind die Produkte von Montabert führend in der Branche.

 

Wie profitieren die Kunden vom Montabert-Erfahrungsschatz?

Christian Bianchi: Wenn man 100 Jahre lang Geräte konstruiert, lernt man eine Menge, vor allem, wie man keine Fehler beim Design macht. Es ist wie in der Formel 1: Es sieht aus wie ein Auto, aber es gibt so viele kleine, jedoch entscheidende Parameter, die den Unterschied machen und den Vorsprung sichern. Auch in unserer Branche braucht es Zeit und Erfahrung, um zu wissen, wie man das Rennen beendet, ohne dass der Motor kaputtgeht oder ein Unfall geschieht. Für unsere Ausrüstung gilt: Wer Montabert-Maschinen einsetzt, wird seine Arbeit sicher ohne Defekt erfolgreich zum Abschluss bringen.

 

Aus der Sicht des Global Players: Was ist das Besondere am deutschsprachigen Markt?

Christian Bianchi: Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt für Montabert. Die Kunden sind sehr sachkundig und mögen High-End-Geräte. Solche Märkte sind sehr empfänglich für unsere Produkte, da die Anwender wissen, wie wichtig es ist, zuverlässig zu sein, Stillstandzeiten zu minimieren und die Produktivität zu maximieren. Kraftstoffeinsparung und Geräuscharmut sind ebenfalls wichtige Anforderungen, die wir mit unseren Hämmern erfüllen können.

 

Was plant Montabert Neues?

Christian Bianchi: Wir planen, ein neues hydraulisches Schlagwerk und einen neuen CPA (Bohrlafette) herauszubringen. Auch ein neuer Hydraulikhammer sollte nächstes Jahr verfügbar sein. Einige neue Optionen werden auch für die meisten unserer Hydraulikhämmer verfügbar sein. Wer mehr erfahren möchte, den lade ich schon heute herzlich dazu ein, uns nächstes Jahr auf der Bauma besuchen.

 

Text: Franz Nieberle und Peter Hebbeker

Bilder: Montabert

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