JCB – Auf dem Weg zu Zero Emission

JCB – Auf dem Weg zu Zero Emission

Schadstoffreduzierungen, Emissionsminderungen sowie die Vermeidung jeglicher Abgase sind Themen, mit denen Maschinenhersteller seit einigen Jahren konfontriert sind. Nachhaltigkeit und alternative Antriebe waren auch die Kernpunkte, die im Zentrum des zweitägigen JCB-Forums, den sogenannten „Waste & Recycling Days“, Ende September in Frechen standen.

Den angereisten Besuchern, unter denen sich auch das Treffpunkt.Bau-Redaktionsteam befand, wurde aufgezeigt, welche Antriebskonzepte bestehen und sich im täglichen Arbeitseinsatz bereits bewähren. Darüber hinaus zeigte JCB, welche Lösungen entwickelt und zukünftig verwendet werden. Der Event wurde durch Partnerunternehmen wie Moerschen, Metso und Arjes sowie Live-Demonstrationen auf dem Außengelände begleitet.

 

Elektrische Antriebe und zukünftige Wasserstoff-Entwicklungen

Als erster Redner beschrieb Frank Zander, Geschäftsführer JCB Deutschland, in seiner Eröffnungsansprache sowohl die Wachstumsziele von JCB als auch den bereits begonnenen „Way to Zero Emission“, die zukünftige, nachhaltige Strategie zu Antrieben mit Null-Emissionen. Neben der aktuellen Klimadebatte in der Politik stellte Frank Zander insbesondere die Beiträge von JCB der letzten Jahre in den Fokus: angefangen bei der Clean Diesel Technologie mit Stufe V Diesel-Motoren sowie der elektrischen Produktreihe der Kompaktmaschinen. Als Beispiel kann der seit 2019 erhältliche Elektro-Minibagger 19C-1E dienen, der als Antwort auf die Frage nach einer emissionsfreien Maschine entwickelt wurde, die in geschlossenen Räumen oder in der Nähe von Menschen bzw. beengten Platzverhältnissen arbeiten kann.

Darüber hinaus wurde ein Ausblick auf die JCB Prototypen, die mit Wasserstoffantrieb arbeiten, gezeigt. Mit dieser umweltfreundlichen Technik wird der Prototyp eines 20-Tonnen-Baggers angetrieben, der die Praxisfähigkeit im JCB-eigenen Steinbruch seit über einem Jahr unter Beweis stellt und einen weiteren Schritt in eine CO2-freie Umwelt bildet. Mit dieser bedeutenden Entwicklung ist JCB eigener Aussage nach der weltweit erste Baumaschinenhersteller, der einen funktionierenden Bagger-Prototypen mit Wasserstoffantrieb vorgestellt hat.

 

Ständige Erweiterung der E-TECH-Reihe

„Im Geschäft können Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren ausruhen“, lautet eine Aussage des JCB-Vorstandsvorsitzenden Anthony Bamford. Diesem Credo folgend, wird die E-TECH Baureihe ständig erweitert. Nach Einführung des Minibaggers 19C sind für den Kunden ebenfalls elektrisch betriebene Hubarbeitsbühnen erhältlich. Für geräuscharmes Arbeiten steht der Raddumper IT-E zur Verfügung. Zwei Versionen des JCB Teletruks ermöglichen verschiedensten Einsatzzwecke. Für die mobile Stromversorgung an jedem Ort sorgen entsprechende Powerpacks. Als jüngste Entwicklung in diesem Bereich wurde das Teleskoplader-Modell 555-260R auf den Markt gebracht, das eine maximale Arbeitshöhe von 25,5 m ermöglicht und die E-TECH-Produktreihe ergänzt.

 

Partner und Zulieferer mit an Bord

Als weiterer JCB-Partner zeigte Philip Tielmann, Direktor bei PowerTrainSolution, welche Einsatzmöglichkeiten es für die Lithium-Ionen-Technologie gibt und welche Potentiale in Zukunft noch erschlossen werden. Mit den weltweit am häufigsten eingesetzten Flurförderfahrzeugen setzt man den Erfahrungsschatz auch in Zukunft in weiteren Entwicklungen ein, um weitere Einsatzpotentiale zu erschließen.

Dass elektrische bzw. hybride Antriebe auch in größeren und großen Brecher-/Siebanlagen eingesetzt werden können und welche Vorteile sich dadurch ergeben, zeigte Sven Brookshaw von der Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH anhand verschiedener mobiler Brecheranlagen. Dabei spielt nicht nur der deutlich reduzierte Treibstoffverbrauch eine bedeutende Rolle bei der künftigen Kaufentscheidung. Über den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen in der Praxis referierte Maik Groß von der Faun Umwelttechnik GmbH. Im Außenbereich konnten sich die Besucher über die Produkte der JCB-Partner von BMAIR, ASTRAK und DMS informieren.

 

Fördermittel für den Baumaschinenbereich

Ein weiterer, interessanter Vortrag von Daniel Albrecht von Easysub rundete das vielfältige Programm ab. Das Unternehmen spezialisiert sich auf die Beschaffung von Fördermitteln in technischen Bereichen. Die Bandbreite erstreckt sich von Elektromobilität, geht über Maschinenanlagen, Fördertechnik und reicht bis hin zu Baumaschinen. Easysub ermittelt hierbei die Förderpotentiale und versteht sich als Begleiter für den gesamten Prozess der Fördermittelbeschaffung.

Die Fachbesucher aus den Bereichen Tiefbau, Abbruch und Recycling sowie dem kommunalen Bereich konnten sich einen umfassenden Überblick über die bestehenden Antriebe und deren zukünftige Perspektiven und Entwicklungen verschaffen. So unterschiedlich und vielfältig die einzelnen Anwendungen sind: Der wachsende Nachhaltigkeitsgedanken ist immer der gemeinsame Nenner. In Zukunft wird es verschiedene Antriebskonzepte geben, die, auf dem Weg zu „Zero Emission“, zur Reduzierung der CO2-Emmisionen beitragen.

 

Text und Bilder: Michael Schulte

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