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Bantleon // Bewertungskriterien von technischen Schmierstoffen
Die Grundlage ungenutzter Effizienz- und Nachhaltigkeitspotenziale
Leistungsstarke Hydraulikfluide haben messbare Effekte auf Standzeiten, Energieeffizienz und Wartung. Bantleon entwickelt deshalb gemeinsam mit Industriepartnern und Forschungsinstituten die Grundlage für eine objektive und ganzheitliche Bewertung der Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit von Schmierstoffen. Maschinenhersteller und -betreiber erhalten damit ein Instrument zur Optimierung von CO₂-Bilanz und Total Cost of Ownership (TCO).
Nachhaltigkeit ganzheitlich bewerten
Angesichts steigender Anforderungen an einen effizienten und umweltgerechten Maschinenbetrieb gewinnen Schmierstoffe zunehmend an Bedeutung. Dabei reicht es nicht aus, einzelne Eigenschaften wie die biologische Abbaubarkeit zu betrachten. Entscheidend ist die Bewertung über den gesamten Lebenszyklus – technisch, ökologisch und wirtschaftlich.
Bantleon entwickelt hierzu einen Kriterienkatalog, der insgesamt 14 Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem Oxidations- und Alterungsverhalten, Effizienz, Werkstoffverträglichkeit sowie die Lebensdauer des Fluids. So lassen sich unterschiedliche Schmierstoffe objektiv vergleichen und gezielt auf die Anforderungen einer Maschine oder Anwendung abstimmen.
Ein Beispiel zeigt die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung: Ein synthetischer Schmierstoff kann bei der Herstellung einen höheren Carbon Footprint aufweisen als ein Mineralöl. Durch deutlich längere Ölwechselintervalle kann sich seine Gesamtbilanz über die Lebensdauer der Maschine jedoch wesentlich verbessern.
Von der Theorie in die Praxis
Die Erkenntnisse aus Forschung und jahrzehntelanger Erfahrung mit Schmierstoffen bündelt Bantleon im B.SHERPA-System (Bantleon System Competence in Hydraulic fluid Evaluation Reliability Predictive Maintenance and Analytics). Der ganzheitliche Ansatz verbindet Hydraulikfluid, Sensorik, Datenanalyse und Wartungsstrategie zu einem integrierten Fluidmanagement.
Aktuelle Feldversuche untersuchen, wie Sensoren beispielsweise Partikel, Feuchtigkeit und Viskosität kontinuierlich erfassen und die Daten für die Zustandsbewertung genutzt werden können. Ziel ist es, Ölzustände künftig zuverlässig und möglichst in Echtzeit zu überwachen.
Damit könnten zeitbasierte Ölwechselintervalle zunehmend durch eine zustandsabhängige Wartung ersetzt werden. Maschinenbetreiber erhalten frühzeitig Informationen über den Zustand ihres Fluids und können Wartungsmaßnahmen gezielter planen – auch bei Maschinen, die an schwer zugänglichen oder weit entfernten Einsatzorten arbeiten.
Die Vision: Hochleistungsöle, intelligente Sensorik und digitale Diagnose verbinden sich zu einem Condition Monitoring der Zukunft. Ressourcen werden geschont, die Produktivität steigt und Bantleon entwickelt sich vom Schmierstoffanbieter zum System- und Lösungspartner für OEMs und Maschinenbetreiber.
Text + Bildmaterial: Hermann Bantleon GmbH
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