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Kiesel // Höchstleistung auf Deutschlands höchster Baustelle
Wie die Bayerische Zugspitzbahn mit Unterstützung von Mietpark und Service eine außergewöhnliche Transportaufgabe meisterte
Wer auf der Zugspitze baut, arbeitet unter Bedingungen, die mit einer gewöhnlichen Baustelle kaum vergleichbar sind. Das Wetter kann innerhalb weniger Stunden umschlagen, die Logistik ist aufwendig und jeder Arbeitsschritt muss präzise geplant werden. Für die Bayerische Zugspitzbahn kam bei einem aktuellen Bauvorhaben eine weitere Herausforderung hinzu: Die benötigten Baumaschinen mussten zunächst auf Deutschlands höchsten Berg gelangen.
Zum Einsatz kamen ein Hitachi ZX210 LCN Raupenbagger sowie zwei Bell B30 ENB Dumper. Da das Zugspitzplatt für die Maschinen ausschließlich über die Zahnradbahn erreichbar ist, stellte bereits die Anlieferung eine außergewöhnliche logistische Aufgabe dar.
Millimeterarbeit auf Schienen
Der Transport auf das Zugspitzplatt erforderte eine detaillierte Planung und die enge Abstimmung aller Beteiligten. Die Maschinen mussten an die besonderen Anforderungen der Zahnradbahn angepasst und außerhalb des regulären Gästeverkehrs auf den Berg gebracht werden. Vor allem die beengten Platzverhältnisse entlang der Strecke und in den Tunnelanlagen ließen kaum Spielraum zu.
„Die Maschine wird bei uns unten im Betriebswerk zerlegt, auf die Zahnradbahn verladen und anschließend auf den Berg gebracht“, erklärt Reinhard Rauch, Werkstattleiter im Skigebiet Zugspitze der Bayerischen Zugspitzbahn. „Da muss man sich genau überlegen, wie man alles auf die Waggons bekommt, damit später im Tunnel oder bei der Fahrt nichts passiert.“ Neben der eigentlichen Transportlogistik spielte auch die Zeit eine entscheidende Rolle. Sobald die Maschinen ihren Bestimmungsort erreicht hatten, sollten die Arbeiten auf der Baustelle möglichst ohne Verzögerung beginnen.
Die passende Maschine zum richtigen Zeitpunkt
Für die Verantwortlichen der Bayerischen Zugspitzbahn spielte deshalb nicht nur die Auswahl der Maschinen eine Rolle, sondern auch deren kurzfristige Verfügbarkeit.
Alexander Stümpfl, Mietparkleiter der Kiesel Süd GmbH, kennt die Besonderheiten des Projekts: „Wir befinden uns hier auf 2.600 Metern Höhe und haben eine sehr außergewöhnliche Baustelle. Die Bedingungen sind anspruchsvoll, gleichzeitig müssen die Maschinen vom ersten Tag an zuverlässig funktionieren.“
Entscheidend war dabei die Wahl von Maschinen, die trotz ihrer Leistungsfähigkeit transporttechnisch beherrschbar blieben. Die eingesetzten Bell B30 ENB verfügen über eine Gesamtbreite von lediglich 2,70 Metern, der Hitachi ZX210 LCN über ein nur 2,50 Meter breites Laufwerk. Damit ließen sich die anspruchsvollen Transportvorgaben der Bahn realisieren.
Serviceeinsatz unter besonderen Bedingungen
Mindestens genauso wichtig wie die Maschinen selbst war die Unterstützung durch die Servicetechniker. Sie begleiteten das Projekt von Beginn an und sorgten dafür, dass die Maschinen unter den besonderen Bedingungen der Baustelle schnell einsatzbereit waren. Teilweise wurde bis spät in die Nacht gearbeitet, um die Abläufe mit dem Bahnbetrieb koordinieren zu können.
„Die Zusammenarbeit mit den beiden Monteuren war super“, erinnert sich Reinhard Rauch. „Man hat gemerkt, dass sie Freude an der Aufgabe hatten. Das war etwas Besonderes. Sie waren voll dabei und immer lösungsorientiert.“
Auch für Alexander Stümpfl war der Einsatz nicht alltäglich: „Bei solchen anspruchsvollen Einsätzen ist es umso wichtiger, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und für jede Situation eine praktische Lösung finden.“
Gemeinsam zum Projekterfolg
Unter den anspruchsvollen Bedingungen auf 2.600 Metern Höhe konnte das Projekt planmäßig umgesetzt werden. Trotz felsigem Gelände, niedriger Temperaturen und wechselhafter Witterung verlief der Maschineneinsatz ohne Ausfälle.
Für die Bayerische Zugspitzbahn zeigt das Projekt vor allem eines: Bei außergewöhnlichen Baustellen entscheidet nicht allein die Technik über den Erfolg. Ebenso wichtig sind Menschen, die Herausforderungen verstehen, flexibel handeln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Oder, wie Reinhard Rauch es zusammenfasst: „Das war eine hervorragende Sache, auf Augenhöhe und immer lösungsorientiert.“
Bild + Textmaterial: Kiesel
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