Verletzungen vorbeugen und schneller regenerieren

Verletzungen vorbeugen und schneller regenerieren

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen sind der beste Schutz vor Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. In der Bauindustrie Beschäftigte müssen oft schwere Lasten heben und viele Arbei­ten auf den Knien verrichten: Rücken, Knie und Handgelenke werden dadurch stark beansprucht. Der Einsatz von Bandagen kann Verletzungen gezielt vorbeugen und den Heilungsprozess beschleunigen. Wie die Bandagen genau wirken und für wen sie besonders sinnvoll sind, erklärt Dr. Jörg Borgman, Marketingleiter des Unternehmens AET.

 

Die AET GmbH entwickelt und produziert hauptsächlich Reha- und Sportbandagen. Dienen die TSM Bandagen der Prävention oder eher der Rehabilitation?

Dr. Jörg Borgman: Obwohl TSM Bandagen in ihren Anfängen im­mer auch als Hilfsmittel für die Rehabilitation entwickelt worden sind, kam schon sehr früh die Erkenntnis, dass TSM Bandagen auch in der Prävention im Sport, bei der Arbeit oder in der Freizeit zur Minderung von Verletzungsrisiken und zur Linderung von degene­rativen Prozessen angewendet werden sollten. Aus dieser Erfahrung heraus hat sich ein breites Sortiment von Bandagen zur Prävention entwickelt, das heute erfolgreich im täglichen Leben, bei der Arbeit oder bei vielfältigen sportlichen Aktivitäten eingesetzt wird.

 

Inwiefern kann der Einsatz von Bandagen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit der auf Baustellen Beschäftigten beitragen?

Dr. Jörg Borgman: Als Fazit aus der Analyse von Belastungspro­blemen der am Bau Beschäftigten lässt sich schließen, dass spezifi­sche Gefährdungen und Risiken für den Bewegungsapparat durch den Einsatz von Bandagen verringert werden können. Für die TSM Bandagen spricht in diesem Zusammenhang insbesondere die In­tegration der Wärmetherapie in präventiv einzusetzende Bandagen. Dies ist nicht unwidersprochen, doch die praktischen Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen und die große Kundenzufriedenheit bestärken uns, mit unseren TSM Bandagen diesen Weg weiter zu beschreiten. Gerade Berufe mit hoher körper­licher Beanspruchung, wie sie auf dem Bau zu finden sind, eignen sich für den Einsatz unserer TSM Bandagen.

 

Welche Bandagen würden Sie Beschäftigen der Bauindustrie empfehlen?

Dr. Jörg Borgman: Wie in vielen anderen Berufen klagen auch die auf dem Bau Beschäftigten über Rückenschmerzen. Verursacht durch starke Belastungen, einseitige Haltungen im Arbeitsprozess oder durch die kalte Witterung kommt es zu muskulären Problemen, die in chronische Zustände münden können. Hier helfen die TSM Rückengurte. Durch eine leichte Stabilisierung und die Wärmeisolie­rung bleiben Bänder, Sehnen und Muskeln elastisch und belastbarer. Durch die anatomische Formgebung behindern die TSM Rückeng­urte „aktiv“ nicht in der Bewegungsfreiheit. Einseitige Belastungen der Unterarmmuskulatur entstehen auch beim Eisenflechten von Stahlbeton oder dem Schrauben von Hand. Häufig führt dies zum „Golfer- oder Tennisarm“, was Schmerzen an den Sehnen der Unter­armmuskulatur bezeichnet. Hier können die TSM Ellenbogen-Band­agen zum Einsatz kommen, da die Durchwärmung der an den Ellen­bogen angrenzenden Bereiche eine Schmerzlinderung erzielt und durch die verbesserte Durchblutung auch der Heilungsprozess un­ terstützt wird. Viele Arbeiten auf dem Bau werden nach wie vor auf den Knien ausgeführt. Druck, Belastung und Unterkühlung können durch die TSM Kniepolster-Bandagen wesentlich verringert werden und wirken der Abnutzung des Kniegelenks entgegen. Auch TSM Handgelenkbandagen finden eine breite Anwendung auf dem Bau, da sie die Gelenke stabilisieren und die Durchwärmung verbessern. Sie können den Nutzer beim Heben von schweren Lasten unterstützen und beugen den häufig auftretenden Überlas­tungsschmerzen vor.

 

Wie wirken die Bandagen genau und können sie gezielt Schmerzen lindern?

Dr. Jörg Borgman: Ein wesentliches Merkmal, das TSM Bandagen von anderen Bandagen unterscheidet, besteht in der Integration der Wärmetherapie in das Wirkprinzip der TSM Bandagen. Das TSM Prinzip funktioniert durch die Nutzung der eigenen Körperwärme und einer physiologisch Erhöhung der Oberflächentemperatur der Haut auf maximal 37° C durch die Mikromassage der Haut mit der patentierten Innenstruktur der TSM Bandagen. Diese Innenstruktur erzeugt durch ihre Rhomben-Struktur eine kontinuierliche Massage der Hautoberfläche und das Neopren der Bandage sorgt für die Isolierung, welche die Wärme nicht nach au­ßen entweichen lässt, sondern reflektiert. So gelangt die Wärme in die Tiefe der Muskulatur und bewirkt eine Gefäßerweiterung in der Unterhaut und der Muskulatur, welche die Muskelaktivität anregt. Als Ergebnis entsteht eine lang anhaltende Wärme und Durchwär­mung. Dies dient der Entkrampfung und der Entspannung. Dadurch wird die Aufwärmphase verkürzt und die maximale Leistungsfähig­keit der Muskeln, Bänder und Sehnen schneller erreicht. Durch die isolierende Wirkung der TSM Neopren Bandage besteht der Schutz vor Unterkühlung, Muskelzerrungen, Muskelkrämpfe und Muskel­verhärtungen werden so verhindert. Hierdurch wird das Risiko von Verletzungen deutlich eingeschränkt.

 

Die Bandagen liegen eng an und werden über einen längeren Zeit­raum hinweg getragen. Sind sie hautfreundlich und atmungsaktiv?

Dr. Jörg Borgman: TSM Bandagen werden seit über 20 Jahren kon­tinuierlich durch anerkannte Prüflabors auf ihre Hautverträglichkeit geprüft. Im Ergebnis dieser Untersuchungen lässt sich feststellen, dass die Bandagen täglich bis zu 14 Stunden auf der unversehrten Haut getragen werden können. Wir empfehlen, die Bandagen ca. 30 Minuten vor Beginn der Arbeit anzulegen und sie nach der Arbeit noch ca. 30 weitere Minuten zu tragen, um ein zu rasches Abkühlen zu vermeiden. Die Atmungsaktivität ist durch die patentierte TSM Innenstruktur gegeben. Der Schweiß wird durch die darin enthaltenen Kanäle von der Haut ferngehalten und durch einen durch die Bewegung ent­stehenden Pumpmechanismus am Rand der Bandage verdunstet. Durch den entstehenden Unterdruck wird über den speziell gestal­teten Rand wieder Luft unter die Bandage gebracht. Messungen konnten belegen, dass die Hauttemperatur nicht über 37° Celsius anstieg und die relative Luftfeuchte bei maximal 85 % lag. Damit wurde der physiologische Komfort der TSM Bandagen nachgewie­sen.

 

Gibt es eine Möglichkeit, die Bandagen auf Rezept zu erhalten?

Dr. Jörg Borgman: Auf Rezept werden nur Bandagen zur Rehabili­tation, die im Hilfsmittelkatalog des Spitzenverbandes der Gesetzli­chen Krankenkassen (GKV) aufgeführt sind, abgegeben. Weitere Möglichkeiten, Arbeitnehmer mit Bandagen zur Prävention auszustatten, erhalten Unternehmer durch steuerliche Vorteile im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

 

Text: Gloria Schaffarczyk

Bilder: AET GmbH

About the Author:

Schreibe einen Kommentar