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Treffpunkt.Bau // Richtung Zukunft
Abwarten und Tee trinken lautet ein gutgemeinter Rat an ungeduldige Kranke, der die Erfahrung und vor allem die Hoffnung widerspiegelt, dass sich viele Probleme mit etwas Geduld von selbst lösen. Diese defensive Devise scheinen maßgebliche Akteure in Deutschland, in Politik und Wirtschaft gleichermaßen, nur allzu gut verinnerlicht zu haben. Reagieren statt agieren, abwarten statt vorpreschen, Risiken vermeiden statt wagen – diese vorsichtige Taktik funktioniert, solange die Dynamik auch den Mitläufern ausreichend Schwung verleiht. Spannend und potenziell gefährlich wird es, wenn die Dinge ins Stocken geraten oder zum Stillstand kommen. Dann kann ein unvermuteter, plötzlicher Impuls politischen und wirtschaftlichen Prozessen eine andere, unerwünschte Richtung geben oder Festgefahrenes ganz aus dem Gleis werfen.
Fest steht: Wer nur auf den fahrenden Zug aufspringt, kann das Ziel nicht bestimmen. Die Weichen selbst auf Zukunft stellen, Entwicklungen anschieben und den Wandel gestalten – mit dieser Agenda lud der VDBUM ein zum 53. Großseminar. 1.078 Teilnehmer informierten sich in 51 Fachvorträgen zu aktuellen Themen, wobei Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung und Prozessoptimierung besonders im Fokus standen. Das Treffpunkt.Bau-Team vor Ort nutzte den Branchentreff, um kurz vor der bauma ein Stimmungsbild einzufangen. Entgegen den im Minusbereich zitternden Zeigern der Wirtschaftsbarometer zeigten sich viele der 117 Aussteller optimistisch und fühlen sich für die wichtigste Leistungsschau der Baubranche gerüstet.
Aus eigener Kraft heraus schwierige Situationen meistern zu können, vermittelt ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Mit dieser positiven Grundstimmung gehen diejenigen Unternehmen in das wettbewerbsintensive bauma-Jahr, die die Krisenzeit genutzt haben, um sich neu auszurichten und innovative Produkte zu entwickeln. Wie lohnend Investitionen in neue Technologien sein können, zeigt beispielsweise die Tatsache, dass Komatsu mit dem Maschinensteuerungssystem Smart Construction 3D im Jahr 2024 ein Wachstum von 37 % erzielen konnte. Mehr dazu und zu den bauma-Neuheiten von Komatsu lesen Sie im Beitrag von Bernd Mair ab Seite 12.
Text: Peter Hebbeker
Bildmaterial: Treffpunkt.Bau
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