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Kommentar im Treffpunkt.Bau // Reden bringt uns nicht weiter – wir müssen endlich ins Handeln kommen!
Seit Jahren führen wir dieselben Diskussionen: über Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft, Recyclingquoten und den Einsatz von Sekundärbaustoffen. Die Ziele sind bekannt, die Probleme benannt, die Lösungen vielfach erarbeitet. Dennoch bleibt eines ernüchternd festzustellen: Zu oft verharren wir im Reden – und kommen nicht ins konsequente Handeln.
Gerade im mineralischen Bereich ist das unverständlich. Sekundärbaustoffe stehen in geprüfter und zertifizierter Qualität zur Verfügung, ihre Umweltvorteile sind belegt, ihr Beitrag zur Rohstoffsicherung offensichtlich und bestätigt. Trotzdem verhindern bürokratische Hürden, uneinheitliche Regelungen und eine nach wie vor ausgeprägte Vorbehaltshaltung ihren breiten Einsatz. Das kostet Zeit, Geld und letztlich auch Akzeptanz für die dringend notwendige Transformation im Bauwesen.
Was jetzt gebraucht wird, ist nicht der nächste Arbeitskreis oder ein weiteres Positionspapier, sondern mutige Entscheidungen und ein klarer Umsetzungswille. Wir brauchen praktikable, bundeseinheitliche Vorgaben, verlässliche Rahmenbedingungen und den politischen Mut, Sekundärbaustoffe nicht nur zu ermöglichen, sondern aktiv einzufordern. Ebenso sind öffentliche und private Bauherren gefordert, Verantwortung zu übernehmen und Sekundärbaustoffe als ganz selbstverständlich zu planen und einzusetzen.
Die Bau- und Entsorgungsbranche ist bereit. Die Technik ist da. Das Know-how ebenso. Jetzt ist es an Politik, Verwaltung und Auftraggebern, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die vorhandenen Potenziale endlich zu nutzen. Denn eines ist klar: Wer weiter nur redet, verspielt wertvolle Zeit – und damit die Chance auf eine wirklich nachhaltige Bauwirtschaft. Wir haben genug diskutiert. Wenn wir Ressourcen schützen wollen, müssen wir Sekundärbaustoffe endlich konsequent einsetzen – jetzt.
Text und Bildmaterial: Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V.
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