Kommentar im Treffpunkt.Bau // Verantwortung übernehmen – jetzt Kurs auf Fortschritt setzen

Der Start der neuen Bundesregierung bringt Bewegung in zentrale Zukunftsfragen. Lars Klingbeil, neuer Finanzminister, hat angekündigt, dass sowohl für den Haushalt 2025, die Eckwerte für das Jahr 2026 sowie für das geplante Infrastrukturgesetz noch vor der Sommerpause ein Kabinettsbeschluss herbeigeführt werden solle – ein wichtiges Signal, das wir ausdrücklich begrüßen. Es zeigt den politischen Willen, rasch konkrete Weichen für In­vestitionen, Wachstum und Modernisierung zu stellen.

Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten ist politische Verantwortung gefragter denn je. Sie bedeutet, klare Orientierung zu geben – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen. Diese benötigen verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven, um zukunftsgerichtet planen und investieren zu können.

Ein klarer Kurs mit sichtbaren Prioritäten ist deshalb essenziell – gerade auch im Sinne einer mittelstandsgerechten Standortpolitik.
Die Herausforderungen sind bekannt: eine modernisierungsbedürftige Infrastruktur, schleppende Digitalisierung, ein stagnierender Wohnungsbau. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein in Politik und Gesellschaft, dass entschlossenes Handeln nötig ist – und möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf Lösungen statt auf taktischem Klein-Klein. Wer Vertrauen schaffen will, muss zeigen, dass Herausforderungen nicht nur erkannt, sondern auch zügig und konsequent angegangen werden.

Ein Schlüsselthema bleibt die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und die Bekämpfung des Sanierungsstaus. Ob beim Wohnungsbau, beim Infrastrukturausbau oder bei strategischen Industrieprojekten – ein moderner Staat muss nicht zwangsläufig größer, aber definitiv schneller und effizienter sein. Hier besteht enormes Potenzial, das nun aktiv gehoben werden kann.

Die gute Nachricht: Mit dem Sondervermögen steht ein starkes Instrument bereit, um wichtige Investitionen etwa in Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung und Energie zu ermöglichen. Das Fundament ist gelegt. Jetzt liegt es an der neuen Regierung, mit diesen positiven Rahmenbedingungen vom Reden ins Machen zu kommen. Denn die Chance auf echten Fortschritt ist da – und sie ist greifbar. Entscheidend ist, dass sie jetzt beherzt genutzt wird und die neue Bundesregierung als Arbeitskoalition bis zur Sommerpause spürbare Fortschritte erzielt. Die mittelständische Bauwirtschaft steht bereit, auch ihren Beitrag zu leisten – mit Leistungsfähigkeit beim Bauen, Innovation, Beschäftigung und als treibende Kraft für nachhal­tiges Wachstum.
 

Text und Bildmaterial: Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB)

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