Treffpunkt.Bau // Bewegung in der Bauwirtschaft

Mit dem Gesetzesentwurf zünden wir jetzt den Bau-Turbo. Aufstocken, Nachverdichten und Neubau, der Bau-Turbo beschleunigt und ermächtigt die Gemeinden vor Ort. Wenn alle wollen, geht es sehr schnell. So werden aus durchschnittlich fünf Jahren zwei Monate Planungszeit. Das schafft Wohnraum, wo er gebraucht wird – weil jedes Zuhause zählt“, so Bundesbau­ministerin Verena Hubertz Mitte Juni zum Regierungsentwurf der BauGB-Novelle.

Im Bauhauptgewerbe stoßen diese Pläne auf positive Resonanz. „Mit dem neuen § 246e wird ein echter Wohnungsbauturbo gezündet: Die befristeten Abweichungen vom Planungsrecht geben den Kommunen ein starkes Werkzeug an die Hand, um Verfahren zu beschleunigen und Hürden abzubauen. Das ist ein entscheidender Impuls im Kampf gegen den Wohnraummangel“, erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa am Tag der Kabinettsentscheidung. Gleichzeitig mahnte er: „Bauministerin Hubertz hat mit dieser Novelle einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Jetzt braucht es den zweiten Turbo – für einfacheres, kostengünstigeres und standardisiertes Bauen. Nur so bringen wir die dringend benötigten Wohnungen schnell und flächendeckend auf den Weg.“ Die geplanten Erleichterungen treffen auf eine Phase vorsichtiger Aufhellung im Bauhauptgewerbe. Laut ifo-Geschäftsklimaindex bewerten viele Betriebe ihre Lage wieder positiver. Auch die Wirtschaftsdaten deuten auf eine Stabilisierung hin: Im April lag der Umsatz bei 9,4 Milliarden Euro, in den ersten vier Monaten bei rund 31 Milliarden – ein Plus von knapp fünf Prozent zum Vorjahr.

In den neuen Bundesländern fällt das Wachstum besonders deutlich aus: Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um 26,5 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, der Umsatz um 2,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. „Am Beginn des Jahres 2025 registrierten viele ostdeutsche Bauunternehmen eine deutlich positivere Nachfrageentwicklung als im Jahr zuvor, was darauf hindeuten könnte, dass die Krise am Bau zwar noch nicht vorüber ist, der Tiefpunkt aber vielleicht hinter uns liegt“, 
so Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, Ende Mai.

Diese Zuversicht spiegelte sich auf der OstBau in Bernau wider, über die wir ab Seite 16 berichten. Ebenfalls gut besucht war die demopark: Trotz Temperaturen über 30 Grad zog Europas größte Freilandausstellung für die Grüne Branche rund 34.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher an. Unsere Impressionen aus Eisenach finden Sie ab Seite 26. Ab Seite 67 präsentieren wir außerdem den Sonderteil Schalung, Gerüste und Beton, der aktuelle Entwicklungen und Neuheiten der Branche aufgreift.

 

Text: Gloria Schaffarczyk
Bildmaterial: Treffpunkt.Bau

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