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Treffpunkt.Bau // Branche mit Zukunft
„Sei schlau, geh zum Bau!“ – Mit diesem Slogan wirbt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes seit Jahrzehnten um Nachwuchs. Doch ausgerechnet die angepeilte Zielgruppe, die Schlauen und Motivierten eines Jahrgangs, entscheidet sich immer seltener für eine Ausbildung und Karriere in einem Bauberuf. Verschärft wird die Situation durch die maue Wirtschaftslage, die Bewerber eher abschreckt als anzieht.
„Wenn schlechte ökonomische Bedingungen – und dazu zählt auch eine unsichere Konjunktur – einerseits zu Fachkräfteabwanderung führen und andererseits Neueintritte in die Ausbildung verhindern, müssen klare Signale aus der Politik die Folge sein“, sagt René Hagemann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Er fordert verlässliche Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsneubau, klare Förderprogramme für private und institutionelle Investoren sowie einfachere Vergabe- und Planungsverfahren.
Anstatt auf künftige Unterstützung durch die Politik zu hoffen, gehen viele Unternehmen bei der Talentsuche in die Eigeninitiative. Imagekampagnen in den sozialen Medien und Stellenanzeigen in digitalen Jobbörsen erreichen zwar ein großes Publikum, doch die Streuverluste sind dabei gewaltig. Gezielter ist der persönliche Kontakt, wie er auf Jobmessen und auch auf dem Schülertag der NordBau ermöglicht wird. Seit 13 Jahren können sich Jugendliche im Berufswahlalter jeweils am Messe-Donnerstag mit Ausstellern vernetzen und über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren – und die haben es in sich. Angesichts des Nachwuchsmangels sind die Job- und Aufstiegschancen in Bauberufen sehr gut. Die Vergütung ist oft überdurchschnittlich. Gehypte Technologien wie KI und Robotik sind auf dem Vormarsch und Themen wie nachhaltiges Bauen, Kreislaufwirtschaft und klimaresiliente Infrastruktur geben gerade jungen Menschen die Möglichkeit, die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Wie weit das Zusammenspiel moderner Technologien und nachhaltiger Verfahren bereits gediehen ist, zeigt eine Rückbaustelle in Erlangen. Dort werden zwei Bestandsgebäude auf dem Siemens Technology Campus vollständig mit elektrischen Baumaschinen emissionsfrei und nahezu geräuschlos zurückgebaut. Für Treffpunkt.Bau besuchte Tobias Kiehstaller dieses Vorzeigebeispiel für die Abbruchbranche, das klimaneutral im Rahmen des Neubauprojekts arbeitet und eine Wiederverwertungsquote von 96 % erreicht.
Text: Peter Hebbeker
Bildmaterial: Treffpunkt.Bau
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