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Treffpunkt.Bau // Der Abwärtstrend ist gestoppt
„Es ist erfreulich, dass wir das konjunkturelle Tal durchschritten haben und der Auftragseingang anzieht. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die schwache Ertragslage wenig Spielraum für notwendige Investitionen lässt. Trotzdem bekennen wir uns zum Standort Europa und übernehmen Verantwortung. Das fordern wir auch von der Politik mit dem Appell, die anstehenden Strukturprobleme endlich zu lösen“, so Joachim Strobel, Vorsitzender des Fachverbandes Baumaschinen und Baustoffanlagen (VDMA), in einer Stellungnahme Anfang Februar. Darin ordnet der Verband die Entwicklung der Baumaschinenindustrie im Jahr 2025 ein und wagt zugleich einen Ausblick auf 2026.
Die dazu vorgelegten Zahlen zeichnen ein gemischtes, insgesamt jedoch deutlich stabileres Bild als in den Vorjahren: Der Auftragseingang lag 2025 insgesamt 18 Prozent über dem Vorjahresniveau, während der Umsatz preisbereinigt leicht um 1 Prozent zurückging. Für 2026 rechnen die Hersteller mit einem nominalen Umsatzplus von 5 Prozent, was nach dem Rückgang 2024 um 21 Prozent keine Entwarnung bedeutet, aber eine moderate Erholung skizziert.
Gerade dieser scheinbar positive Trend steht jedoch auf einem Fundament, das politisch und wirtschaftlich weiter wackelt. Als bestimmende Themen nennt der VDMA weiterhin die Überregulierung in Europa und den unfairen Wettbewerb durch unkontrollierte Billigimporte aus China. Hinzu kommen die Unsicherheiten rund um die US-Administration und die ausgeweiteten Stahlzölle, die bereits Spuren hinterlassen haben: Die europäischen Baumaschinenexporte in die Vereinigten Staaten gingen 2025 um fast 30 Prozent zurück.
Wie diese Gemengelage in der Praxis ankommt, erfuhr das Treffpunkt.Bau-Team auf dem 54. VDBUM Großseminar. Unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ zeigte sich, wo aktuell der größte Gesprächsbedarf liegt: bei der verlässlichen Finanzierung von Infrastrukturvorhaben, bei schnelleren Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie beim praxisnahen Einsatz digitaler Lösungen und neuer Antriebskonzepte. In Willingen wurde damit greifbar, was die VDMA-Zahlen zuvor signalisierten: Ein anziehender Auftragseingang kann seine Wirkung nur entfalten, wenn Investitionen planbar bleiben und der regulatorische Druck sinkt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Nachbericht, der ab Seite 20 beginnt.
Text: Gloria Schaffarczyk
Bildmaterial: Treffpunkt.Bau
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