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Treffpunkt.Bau // Widersprüchliche Signale für 2026
Wenn in den Werkhallen die letzten Projekte des Jahres abgeschlossen werden und auf vielen Baustellen bereits Winterruhe einkehrt, gönnen sich viele eine wohlverdiente Auszeit. 2025 war für das Bauhauptgewerbe ein Jahr, in dem Umsatz und Aufträge zwar „besser als erwartet“ ausfielen, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) zugleich aber von einem realen Umsatzminus und verhaltenen Geschäftserwartungen ausgeht.
Gegen Ende des Jahres zeigen die jüngsten Zahlen ein zunächst aufgehelltes Bild. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) meldete für September einen Anstieg der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 26 % gegenüber dem Vorjahresmonat sowie Zuwächse im Wohnungsbau, im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau. „Das Plus ist zum einen die Folge eines schwachen Vorjahreswertes. Zum anderen scheint die Nachfrage endlich wieder etwas Tritt zu fassen“, so ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. „Im Wirtschafts-Tiefbau kamen viele Großprojekte für Schienennetze, ÖPNV, Stromleitungen und Fernwärme auf den Markt“, so Pakleppa weiter. Zugleich weist das ifo Institut für November auf eine gedämpfte Stimmung hin: Die Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage wieder etwas schlechter, die Bautätigkeit habe nachgelassen und „auch die Erwartungen für das nächste Quartal haben sich verschlechtert“. Zwischen kräftigen Auftragseingängen und eingetrübten Geschäftserwartungen bewegt sich die Branche damit in einem Spannungsfeld. Für 2026 rückt deshalb die Frage in den Fokus, wie sich aus den aktuellen Impulsen verlässliche Perspektiven entwickeln lassen.
Wie die Branche diesen Weg gestaltet, zeigen die Beiträge dieser Ausgabe: Bernd Mair begleitete für Treffpunkt.Bau die Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen. Das Projekt, über das wir ab Seite 32 berichten, steht exemplarisch für den Umbau der Energieinfrastruktur und für Baumaßnahmen, die neue Investitionsräume eröffnen. Welche Rolle technische Entwicklungen für Sicherheit, Gesundheit und effiziente Abläufe spielen, machen die Nachberichte von der A+A in Düsseldorf und der Agritechnica in Hannover deutlich, die ab Seite 24 bzw. ab Seite 34 beginnen. Ergänzend liegt dieser Ausgabe die Sonderpublikation „Durchstarter 2026“ bei, die auch im E-Paper erscheinen wird und auf fast 80 Seiten Produkte und Konzepte vorstellt, mit denen Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen für das kommende Jahr vorbereiten können.
Zum Jahresende bedanken wir uns herzlich bei allen Lesern, Kunden und Partnern, die Treffpunkt.Bau 2025 begleitet und unterstützt haben. Eine möglichst entspannte Zeit rund um die Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Zuversicht für 2026 wünscht.
Text: Gloria Schaffarczyk
Bildmaterial: Treffpunkt.Bau
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