JCB – Neue Deutschland-Zentrale eröffnet

JCB – Neue Deutschland-Zentrale eröffnet

Frechen. Am 1. Oktober 2019 wurde die neue Deutschland-Zentrale von JCB am neuen Standort in Frechen bei Köln feierlich eröffnet. Neben einer beachtlichen Anzahl an Handelspartnern und einem ausgewählten Journalistenkreis war auch die lokale Polit- und Verbandsprominenz eingeladen.

Bereits seit 1965 ist das Unternehmen mit einer eigenen Vertretung in Deutschland tätig. Die neue Zentrale umfasst ca. 6 ha und ist im Vergleich zum alten Standort somit rund dreimal größer. Davon entfallen alleine ca. 1.400 m² auf Trainingsräume und -werkstätten sowie 2.500 m² auf neue Produktions- und Lagerhallen. Im Außenbereich wurde ein 1.500 m² großes Vorführgelände zum Präsentieren und Live-Testen angelegt.

Deutschland als einer der Kernmärkte
Deutschland ist für den englischen Baumaschinenhersteller einer der wichtigsten Märkte; der zweitgrößte innerhalb Europas und der fünftgrößte weltweit. Deshalb ist die Gesamtinvestition von über 40 Mio. € nicht nur als Bestätigung für den bestehenden Standort, sondern auch als Zeichen für zukünftiges Wachstum zu sehen. In den letzten 5 Jahren konnte das Unternehmen die Stückzahl auf mehr als 4.000 verkaufte Maschinen nahezu verdoppeln. Der Grund für dieses beachtliche Wachstum lag unter anderem darin, dass das bestehende Portfolio durch eine Vielzahl an innovativen Produkten weiter ausgebaut wurde. Mittlerweile verfügt JCB Deutschland über die höchste Sortimentsbreite seit dem Bestehen des Unternehmens. Darüber hinaus wurde in gleichem Maße die Vertriebsstruktur verbessert. Insgesamt hat der britische Hersteller in den letzten 3 Jahren ungefähr 750 Mio. € in Maschinen- und Produktentwicklung, in neue Produktionswerke und neue Technologien investiert. Das angestrebte Ziel für JCB Deutschland in den nächsten 5 Jahren ist die Erhöhung des Marktanteiles auf 14 %. Erzielt werden soll dies durch konsequente weitere Produktentwicklungen. Einer der Schwerpunkte wird hierbei die Erschließung des Heavy-Duty-Bereiches mit Maschinen im 30 – 50 Tonnensegment sein. Im Mittelpunkt wird aber weiterhin die Entwicklung noch besserer Elektrotechnologien stehen. Besonders stolz zeigte sich JCB, dass man das erste Unternehmen in Deutschland ist, welches einen vollelektrischen Minibagger nicht nur zur Serienreife gebracht, sondern bereits aktiv verkauft hat, und sich diese sich bereits im Praxiseinsatz bewährt haben.

Der Standort als Kompetenzzentrum und Begegnungsstätte
Der neue Standort soll laut Frank Zander, Geschäftsführer JCB Deutschland, ein Trainings- und Veranstaltungserlebnisort für Händler und Kunden werden. „Maschinen und Menschen sollen zueinander finden“, so Zander. Maschinen, zunehmende Automatisierung sowie immer mehr Elektronik stellen eine immer größere Herausforderung für den Anwender und das Servicepersonal dar. Die Konsequenz daraus ist, dass eine bessere Aus- und Weiterbildung immer wichtiger wird. Aus diesem Grund wurde sehr viel in moderne Trainingsmöglichkeiten investiert. Das mittelfristige Ziel von JCB ist es, mehr als 3.000 Schulungsteilnehmer pro Jahr in den unterschiedlichsten Bereichen zu unterrichten. Einen Teil davon stellen Fahrertrainings dar, bei denen die Anwender sowohl in theoretischen als auch praktischen Übungseinheiten in den sicheren und wirtschaftlichen Umgang mit den Maschinen eingewiesen werden sollen. Dazu dient auch der große Vorführbereich, auf dem der Anwender mit professioneller Hilfe die Maschinen selbst „erfahren“ kann. Das Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum soll zukünftig als Plattform für Händler, Kunden und Lieferanten fungieren und einen stetigen technologischen Austausch ermöglichen. So will das Unternehmen noch zielgerichteter in den Markt hineinarbeiten, um dem Kunden immer die beste Lösung zu bieten.

Auf den Kunden abgestimmte Maschinen
Neben den Trainings- und Veranstaltungsmöglichkeiten ist es zukünftig geplant, am neuen Standort Um- und Anbauten von Arbeitswerkzeugen sowie Sonderbaulösungen für die bestehenden Standardmaschinen anzubieten. Ebenso können beispielsweise GPS-Lösungen nun hausintern nachgerüstet werden. „Die neuen Produktions- und Werkstätten sind hierfür bereits entsprechend technisch ausgerüstet worden. Unser größtes Anliegen ist es, eine auf den Kunden perfekt abgestimmte Anwenderlösung zu bieten. Hierzu werden wir entsprechende Kompetenz aufbauen“, so Frank Zander.

 

Text: Michael Schulte

Fotos: JCB und Michael Schulte

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