Vom Hufeisen zur Pistenglättung

(ms) Voltlage/Niedersachen. Weite Landschaften, viel Grün, eine steife Brise und ein Geruch in der Luft, bei dem man vermuten könnte, dass die Nordsee nicht mehr in weiter Ferne ist. Hier an der niedersächsischen Landesgrenze ist das Unternehmen Bema GmbH Maschinenfabrik ansässig, welchem das Treffpunkt.Bau-Team Mitte März einen Besuch abgestattet hat.

Konsequente Unternehmensentwicklung

Der Ursprung des inhabergeführten Unternehmens, das vor über 75 Jahren gegründet wurde, liegt in einer Hufschmiede, die vom Großvater der jetzigen Geschäftsführerin Sonja Koopmann gegründet wurde. Schnell erfolgte der Wandel hin zum Landmaschinenhandel mit Reparaturwerkstatt. Parallel hierzu wurde immer schon an besonderen Lösungen getüftelt und bereits in den neunziger Jahren die ersten eigenen Maschinen entwickelt und produziert. Heute finden sich neben Maschinen für die unterschiedlichsten Kehraufgaben auch Schneeschilder im Produktprogramm. Ein wesentliches Standbein stellen weiterhin Sonderlösungen dar. Wie Sonja Koopmann erläuterte, sind die Bema-Produkte über ein weit verzweigtes internationales Netzwerk an Händlern und Importeuren auf jedem Kontinent verfügbar und werden auch weltweit für die unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt.

Hohe Fertigungstiefe und partnerschaftliche Zusammenarbeit

Bemerkenswert sind die umfangreichen Produktionshallen, durch die es möglich ist, vieles selber zu fertigen. Wie Marcus Frede, Verkauf während des Betriebsrundganges ausführte, hat das Unternehmen hier jegliche Möglichkeiten einer rationellen Fertigung. Das zahle sich vor allem bei den Sonderlösungen aus, die Bema weitestgehend inhouse fertigt. Ansonsten setzt der Hersteller auf langjährige Lieferpartnerschaften. Nicole Meiners hierzu ergänzend: „Qualität hat immer oberste Priorität. Das sind wir unseren Produkten und unseren Kunden einfach schuldig.“ Dies gelinge durch eine jahrelange und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern und bringe auch einen weiteren Vorteil: „Unsere Maschinen werden in enger Abstimmung mit den Lieferanten entwickelt. Vom Lack bis zur Bürste sind alle Komponenten speziell an ihre jeweiligen Anforderungen und Einsatzbereiche angepasst.“ Bei dem Rundgang durch die Produktion und Montage konnten wir erfahren, dass Bema Maschinen nicht vom Band laufen. Erfahrene Fachkräfte in jedem Bereich stehen für die Erfüllung des hohen Qualitätsanspruches. Dabei sind alle Betriebs- und Prozessabläufe seit 1999 nach DIN EN ISO 9001 umgesetzt und zertifiziert.

Breit aufgestellt für alle Anforderungen

Insgesamt sieben Produktgruppen umfasst das Produktsortiment. Kehrmaschinen aus der Professionals-Serie weisen Kehrwalzendurchmesser von 600 mm bis 920 mm auf und garantieren sauberes Kehren auf Baustellen, Gewinnungsbetrieben, Industrieflächen, Straßen und bei anderen Anwendungsgebieten. Das Dual System ermöglicht dabei einen einfachen Wechsel zwischen schmutzaufnehmendem oder freikehrendem Einsatz. Im Bedarfsfall können alle Kehrmaschinen auch mit hydraulisch angetriebenem Seitenkehrbesen ausgestattet werden. Die stabile Bauweise der Independent-Baureihe sowie deren Bürstendurchmesser von 660 mm bzw. 920 mm sind dort ideal, wo eine robuste Maschine benötigt wird und große Flächen zu reinigen sind. Als freikehrende Anbaulösung wird eine gute Rundumsicht gewährleistet. Bei den „Bema-Allroundern“ finden sich die klassischen Kehrmaschinenlösungen und Einsteigermodelle. Diese bieten vielfältige Anbaumöglichkeiten an verschiedenste Trägerfahrzeuge. Auch hier hat der Hersteller den Fokus auf die Anforderungen der entsprechenden Einsatzzwecke gelegt; von der Schlepper-Heck-Anbaulösung über den Schiebebesen bis hin zu Kehrmaschine mit Wassersprüheinrichtung oder Seitenkehrbesen. Speziell für den kommunalen Sektor wurde die Street-Fighter-Serie entwickelt. Für die unterschiedlichen Aufgaben stehen hier drei verschiedene Varianten mit einem Kehrwalzendurchmesser von 400, 520 bzw. 600 mm zur Verfügung. Diese wurden extra, z. B. in Bezug auf die Achslast der kleinen Trägerfahrzeuge, optimiert und können sowohl an kleinen Kommunalfahrzeugen und –schleppern bis hin zu größeren Traktoren eingesetzt werden. „Vor allem im Winterdienst bei Schneehöhen von bis zu 10 cm werden diese Kehrmaschinen gerne eingesetzt, da es sinnvoller ist, den Schnee wegzukehren anstatt wegzuschieben“, so Marcus Frede. Sind Gehwege, Straßen und Plätze im Winter wieder mit Schnee und Eis bedeckt, wird der Winterdienst für die Sicherheit im Straßenverkehr umso wichtiger. Mit der Produktgruppe der Snow Champions bietet Bema Lösungen, die für den Anbau an Kommunalfahrzeugen, Schleppern und Ladern entwickelt wurden. Dazu zählen die Schneeschilder der Serie 1100, 700 und 550 sowie das speziell konstruierte Bema V-Schild V800.

Spezielle Herausforderungen – individuelle Lösungen

Die Umwelt stellt manchmal Anforderungen, deren Bewältigung besondere Lösungen erfordern. So können starke Straßenverschmutzungen durch eine spezielle Aufkratzvorrichtung gelöst werden. Ein weiteres Beispiel stellt die Bema-Wildkrautbürste dar. Durch sie ist es möglich, ohne Herbizideinsatz unerwünschte Gräser, Moose bzw. Wildkräuter auf rein mechanischem Wege zu entfernen. Sonja Koopmann ergänzt abschließend: „Es gibt unzählige Einsatzfelder und gelegentlich ganz besondere. In diesem Winter wurde beispielsweise eine unserer Kehrmaschinen an eine Pistenraupe angebaut. Mit dieser wird nun der nicht gewünschte Neuschnee auf der längsten Ski Weltcup-Abfahrtspiste am Lauberhorn in Wengen weggekehrt, um die Piste renntauglich zu glätten.“

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