Die Bank für die Baubranche

Wuppertal. Kaum ein anderer Spezialfinanzierer verfügt über so viel Erfahrung und Branchen-Know-how wie die GEFA Bank. Bereits seit 1949 ist das Wuppertaler Unternehmen im deutschen Markt tätig und unterstützt den Mittelstand mit Leasing-, Kredit- und Mietkauflösungen für Investitionen in mobile Wirtschaftsgüter. Dabei hat sich die Tochter des französischen Konzerns Societe Generale gerade auch im Baugewerbe als führender, unabhängiger Finanzdienstleister und Service Provider einen Namen gemacht. Peter Hebbeker aus der Treffpunkt.Bau-Redaktion sprach mit André Rolfes, Leiter des Kompetenzcenters Bau der GEFA Bank.

Die GEFA ist eine Bank speziell für den Mittelstand und die Baubranche. Warum ist sie auf ihrem Gebiet besser als eine Hausbank?
André Rolfes: Bei der Erstellung eines Finanzierungsangebots für Baumaschinen spielt die Bewertung des Objektes eine entscheidende Rolle. Wird eine Baumaschine nicht nach ihrem realen Wert taxiert, sondern entweder gar nicht oder zu niedrig, werden in der Folge Sicherheiten verlangt, die angesichts des vorhandenen Maschinen- oder Flottenwerts unangemessen sind. Die GEFA ist nicht nur Experte für Finanzierungen, sondern auch Branchen- und Objektspezialist. Unsere Kundenberater kennen den bauwirtschaftlichen Markt und seine Besonderheiten. Nur so können wir eine herausragende Beratungsqualität, eine sichere Objektbewertung und eine schnelle Kreditentscheidung mit hohen Genehmigungsquoten gewährleisten. Auch Sommer- und Winterraten und die Mitfinanzierung der Mehrwertsteuer stellen für uns keine Besonderheit dar, sondern gehören zum Standardproduktangebot. Darüber hinaus bieten wir z. B. mit unserer Einkaufs- und Lagerfinanzierung ein spezifisches Produkt für den Baumaschinenhändler an, das in der Regel nicht zum Portfolio einer Hausbank gehört.

Wer kann bei der GEFA Kunde werden?
André Rolfes: Zu unseren Zielgruppen gehören grundsätzlich alle Geschäftskunden der Branche, also Hersteller, Händler und Bauunternehmen. Hersteller und Händler unterstützen wir neben den bereits erwähnten Angeboten der Einkaufsfinanzierung mit verkaufsfördernden Absatzfinanzierungsprogrammen. Bauunternehmer erhalten bei uns die optimale Lösung aus unserem Leasing-, Kredit- und Mietkaufangebot. Dabei bieten wir alles von der Finanzierung eines Minibaggers für den GaLaBauer bis zur Begleitung multinationaler Baukonzerne, die ihre Flotte europaweit erweitern möchten.

Können Kunden bei Ihnen auch Geld anlegen? Warum bzw. wer sollte das tun?
André Rolfes: Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden stehen bei der GEFA Bank solide Anlagelösungen wie beispielsweise Tages- und Festgeld zur Verfügung. Unser Geschäftsmodell sieht vor, dass Gelder aus dem Einlagengeschäft für die Finanzierung von Investitionen mittelständischer Unternehmen genutzt werden. Somit trägt die GEFA zur Stärkung des deutschen Mittelstands bei.

Welche speziellen Herausforderungen birgt die Finanzierung von Baumaschinen?
André Rolfes: Bei Baumaschinen handelt es sich um sehr werthaltige Objekte, die sich dementsprechend auch gut wieder verkaufen lassen. Daher ist das Risiko für die GEFA Bank hierbei eher gering. Dennoch ist das Branchen- und Objekt-Know-how für uns als Kundenberater im Baugewerbe von besonderer Bedeutung. Wir müssen die Situation und Bilanzdaten unserer Kunden richtig einschätzen können. So macht es zum Beispiel keinen Sinn, sich Unternehmenskennzahlen zum Ende des ersten Quartals eines Jahres anzusehen, da in der Baubranche im Winter kein oder nur wenig Geld verdient wird. Auch gilt es, unfertige Erzeugnisse wie beispielsweise Bauprojekte, die sich in der Umsetzung befinden, realistisch zu bewerten. Diese Expertise hilft uns, fundierte und marktgerechte Entscheidungen zu treffen.

Gibt es Grenzen der Finanzierung nach unten oder oben?
André Rolfes: Die untere Grenze liegt bei etwa 3.000 Euro für handgeführte Geräte, die obere z. B. für große Crawler-Kräne bei mehr als 5 Millionen Euro. Im Normalfall ist es dann die Kreditwürdigkeit des Kunden, die die Grenze nach oben bestimmt.

Leasing oder Kredit – gibt es eine Faustregel, die bei der Entscheidung hilft?
André Rolfes: Natürlich ist das immer eine Einzelfallentscheidung, aber grundsätzlich sollte sich der Kunde bei der Wahl der Finanzierungsart die Frage stellen, was für ihn das entscheidende Kriterium ist. Geht es ihm vorrangig um die reine Nutzung der Maschine, bietet sich Leasing an. Steht das Eigentum im Vordergrund, kommen eher Kredit- oder Mietkauflösungen infrage.

Für welche Finanzierungsform entscheiden sich Unternehmer heutzutage hauptsächlich? Hat sich das im Laufe der Zeit geändert?
André Rolfes: Der deutsche Markt ist immer noch weitgehend vom Eigentumsgedanken geprägt. Ein Großteil der Kunden möchte die Maschine am Ende der Laufzeit besitzen. Gerade im Baubereich spielt Leasing noch keine große Rolle, da der Kunde über ein hochprofessionelles Angebot an Mietlösungen verfügen kann. Dabei kann für bestimmte Nutzungsprofile standardisiertes Leasing sogar günstiger sein als Miete, da Leasing nicht zwingend die gleichen Servicekomponenten beinhaltet. Die Entscheidung für die richtige Finanzierungsform ist daher vom Einzelfall abhängig und individuell – genau hier setzt unsere Beratung an.

Wie viele Baumaschinen finanziert die GEFA pro Jahr?
André Rolfes: Die GEFA finanziert pro Jahr etwa 3.500 Maschinen von unterschiedlichster Größe. Unser aktueller Bestand umfasst mehr als 4.000 Bagger unterschiedlichster Größe, über 1.500 Radlader und diverse andere Maschinen vom Straßenfertiger bis hin zur Rüttelplatte oder dem Hydraulikhammer.
Gibt es Maschinen, die die GEFA grundsätzlich nicht finanziert?
André Rolfes: Nein, die gibt es im Baubereich nicht. Allerdings achten wir beispielsweise bei der Einzelfinanzierung von Anbauteilen darauf, dass der Kunde bereits GEFA-Kunde ist. Darüber hinaus machen wir uns von jeder angefragten Maschine ein Bild über ihre Werthaltigkeit und einen etwaigen Wiedervermarktungswert.

Finanzieren Sie Maschinen aller Hersteller? Unterscheiden sich die Leasingkonditionen je nach Hersteller – Stichwort Wiederverkaufswert?
André Rolfes: Als herstellerunabhängiger Finanzierungsexperte bieten wir unseren Kunden die freie Auswahl hinsichtlich Marken und Produkttypen sowie bei der Wahl der passenden Nutzungsart und Finanzierung. Natürlich schätzen wir jede Maschine individuell ein und sind uns sehr wohl bewusst, dass sich diese im Wert unterscheiden. Letztlich setzt sich die Kondition aus Kundenbonität, Objektbewertung und Parametern wie Laufzeit, Anzahlung und Ratenhöhe zusammen.

Finanziert die GEFA nur Maschinen, die in Deutschland bzw. von deutschen Unternehmen eingesetzt werden?
André Rolfes: Die GEFA Bank ist nicht nur in Deutschland flächendeckend vertreten, sondern als Teil der Societe Generale Equipment Finance-Gruppe auch auf internationaler Ebene. So können wir Finanzierungslösungen in über 40 Ländern weltweit anbieten. Unsere Kollegen kennen die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen vor Ort, sind mit den Heimatmärkten vertraut und können so den Weg für ein internationales Engagement ebnen.

Gibt es einen Außendienst, der vor Ort beim Kunden berät?
André Rolfes: Wir haben im Bereich Bau ein sehr dichtes Vertriebsnetz – aufgeteilt in die Regionen Nord, Ost, Süd und West – mit mehr als 25 Außendienstmitarbeitern, die schnell beim Kunden vor Ort sind und individuell beraten. So finden wir gemeinsam mit unseren Kunden optimale Lösungen für eine bedarfsgerechte Finanzierung.

Die GEFA versteht sich als „Full Service Provider“. Was steckt dahinter? Welche Vorteile hat der Kunde, wenn er das Komplettpaket bucht?
André Rolfes: Oberstes Ziel ist es, unseren Kunden einen reibungslosen Ablauf im Geschäftsalltag zu ermöglichen. Für welches Objekt und für welche Finanzierungslösung sie sich auch entscheiden – bei einer Zusammenarbeit mit der GEFA Bank profitieren sie immer von attraktiven Zusatzleistungen. Dazu gehören speziell im Baubereich unter anderem die GEFA TankCard und der GEFA Partner Service. Ob Diesel, Schmierstoffe, Ersatzteile oder Reifen – über unsere Partnerschaften mit deutschen Marktführern erhalten unsere Kunden attraktive, mit der GEFA Bank vorverhandelte Konditionen. Aber auch im Versicherungsbereich bieten wir eine breite Palette an Lösungen zur Absicherung vor unvorhersehbar eintretenden Sachschäden.

Gibt es ein Zukunftsprojekt, über das Sie bereits sprechen möchten?
André Rolfes: Ein großes Zukunftsthema ist natürlich die Digitalisierung und selbstverständlich gibt es auch bei der GEFA Bank Initiativen in diesem Bereich. Ein Produkt, das wir gerade auf den Markt gebracht haben, ist unser Portal GEFA online, das registrierte Kunden bei zahlreichen Aktivitäten rund um die Finanzierung digital unterstützt. GEFA online kalkuliert nicht nur Raten für eine geplante Investition in Baumaschinen, sondern ermöglicht papierloses Leasen und Finanzieren. Darüber hinaus können vertragsbezogene Dienstleistungen, z. B. die Versendung einer Zulassungsbescheinigung Teil II, über das Portal veranlasst werden. Einen weiteren Vorteil bietet GEFA online durch die übersichtliche Darstellung von zahlreichen Vertragsdetails. Im Markt der Spezialfinanzierer gehören wir mit diesem Portal zu den Innovationsführern.

 

Zur Person

André Rolfes, geboren in Papenburg, absolvierte 1997 sein Abitur. Nach einem Doppeldiplom in International Business stieg er 2004 als Trainee bei der GEFA Bank ein. Er durchlief mehrere Positionen im Vertrieb, wechselte anschließend im Jahr 2010 in die Societe Generale Equipment Finance-Zentrale nach Paris. Dort zeichnete er verantwortlich für das Management internationaler Finanzierungsprogramme. Seit Juli 2013 ist André Rolfes Leiter des Kompetenzcenters Bau bei der GEFA Bank in Wuppertal und zuständig für den Bereich Baumaschinenfinanzierung.

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