Z&P Baumaschinen // Stadler rüstet auf: Neuer 38-Tonner von JCB

Wenn ein Trägergerät nach Jahren zuverlässigen Einsatzes ersetzt werden muss, fällt die Entscheidung selten allein über das Datenblatt. Eine ebenso wichtige Rolle spielen gewachsene Geschäftsbeziehungen, persönliches Vertrauen und die Erfahrung aus früheren Anschaffungen. Bei der Stadler Erd- und Abbrucharbeiten GmbH stand Anfang April 2026 der Ersatz eines bestehenden 37-Tonners an.

Dass die Wahl auf einen JCB 370X NLC HD vom regionalen Händler Z&P Baumaschinen fiel, liegt vor allem an der langjährigen Zusammenarbeit beider Unternehmen. Die Übergabe des neuen Kettenbaggers fand auf einer Abbruchbaustelle in der Nähe von Landshut statt.

Stadler Erd- und Abbrucharbeiten: Familienbetrieb mit klarem Schwerpunkt

Die Stadler Erd- und Abbrucharbeiten GmbH wurde 1999 gegründet und beschäftigt am Standort Rottenburg an der Laaber derzeit 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Familienunternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Robert Stadler ist sowohl im Erdbau als auch im Abbruch tätig. Der Maschinenpark des Betriebs ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und wurde stetig modernisiert. Wann eine Maschine ersetzt wird, entscheidet Robert Stadler anhand fester Kriterien wie den Betriebsstunden, der Reparaturhäufigkeit sowie neuen Anforderungen aus dem laufenden Geschäft. In diesem strategischen Rahmen fügt sich der neue 370X NLC HD in den Bestand ein und übernimmt fortan vor allem schwere Abbruch- und Erdarbeiten. Als Anbaugeräte kommen am Bagger je nach Anforderung der konkreten Baustelle unter anderem Hydraulikhämmer, Abbruchzangen, Schaufeln und Magnete zum Einsatz.

Vom Bedarf zur Maschinenwahl

Den Anstoß zur Neuanschaffung gab nicht eine aktive Empfehlung von Z&P, sondern der konkrete Bedarf bei Stadler. „Der bestehende 37-Tonnen-Bagger musste ersetzt werden. Herr Stadler ist aufgrund unserer langjährigen, sehr guten Geschäftsbeziehung auf uns zugekommen“, erläutert Stephan Ziemer, Geschäftsführer von Z&P Baumaschinen. Seit rund zehn Jahren arbeiten beide Unternehmen zusammen. Aus Sicht von Robert Stadler waren bei der Entscheidung für den JCB 370X neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem die Empfehlung von Z&P sowie konkrete technische Eigenschaften der Maschine ausschlaggebend.

Der 370X NLC HD im technischen Überblick

Der JCB 370X ist das größte Modell der X-Serie und seit der Markteinführung 2018 das Spitzenmodell dieser Baureihe. Die bei Stadler eingesetzte NLC HD Variante ist mit einem Eigengewicht von 38,27 t, einer Transportbreite von 2,99 m und einer Kettenbreite von 600 mm auf schwere Einsätze bei zugleich straßentransportfähigen Abmessungen ausgelegt. Die maximale Reichweite liegt bei 11,3 m und die Grabtiefe bei 7,56 m, während die Ausbrechkraft 185,6 kN beträgt. Angetrieben wird der Bagger von einem Cummins L9 Sechszylinder mit 8,9 l Hubraum und 240 kW Leistung, der auf ein maximales Drehmoment bei 1.400 Umdrehungen pro Minute abgestimmt und auf die Abgasnorm Stage V ausgelegt ist. Konstruktiv setzt JCB beim 370X auf einen neu entwickelten Monoblockausleger in verstärkter Stahl-Kastenprofilbauweise sowie einen auf 100 mm vergrößerten Löffelbolzen-Durchmesser. Das Hydrauliksystem mit Kawasaki-Pumpen und einem KYB-Ventilblock der neuesten Generation soll laut Hersteller eine höhere Produktivität bei reduziertem Kraftstoffverbrauch ermöglichen. Eine Besonderheit liegt darin, dass der 370X die erste Maschine ist, die mit der neuen JCB UX-Bediensoftware ausgestattet wurde. Diese einheitliche Steuersoftware für die gesamte JCB-Baggerflotte bietet anpassbare Benutzerprofile, einen integrierten 10-Zoll-Touchscreen sowie ein HD-Kamerabild.

Erste Eindrücke aus dem Einsatz

Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Bagger fallen bei Stadler durchweg positiv aus. Robert Stadler bewertet Platz, Übersicht und Bedienung in der CommandPlus-Kabine als sehr gut und hebt das serienmäßige Kamerasystem positiv hervor. Auch das Ansprechverhalten der Hydraulik sowie die Laufruhe der Maschine bewertet er als sehr gut. Die Rückmeldung der Fahrer nach den ersten Einsatzwochen ist entsprechend erfreulich und bestätigt die Entscheidung für den 370X.

Z&P Baumaschinen: Bindeglied zwischen Hersteller und Anwender

Mit rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Absatz von etwa 120 bis 130 Maschinen pro Jahr ist Z&P Baumaschinen ein etablierter Händler in der Region. Die Zusammenarbeit mit Stadler über einen Zeitraum von zehn Jahren steht beispielhaft für den Anspruch des Unternehmens, langfristige Kundenbeziehungen zu pflegen. Mit Blick auf die Branche beobachtet Stephan Ziemer aktuell ein gemischtes Bild. „Die Investitionsbereitschaft ist grundsätzlich vorhanden, aber durch die aktuelle Lage und steigende Finanzierungskonditionen spürbar gedämpft“, so Ziemer. Hinzu kämen ein enormer Preiskampf sowie deutliche Preiserhöhungen bei den Rohstoffen. Trotz dieser Rahmenbedingungen seien die Kunden grundsätzlich positiv gestimmt, weil im Erdbau und im Abbruch nach wie vor viel Arbeit anliege. Dass Stadler in diesem Umfeld investiert, zeigt: Wo Bedarf und bewährte Geschäftsbeziehungen zusammenkommen, wird die Anschaffung am Ende realisiert.

 

Text: Treffpunkt.Bau
Fotos: Z&P Baumaschinen

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