Team SL Trucksport 30/ Bohnenkamp – Live dabei im Renn-Truck auf dem Nürburgring

Team SL Trucksport 30/ Bohnenkamp – Live dabei im Renn-Truck auf dem Nürburgring

Nürburg. Sascha Lenz und sein MAN Renn-Truck fahren vorne mit bei der Europameisterschaft. Beim heißen Rennen auf dem Nürburgring Mitte Juli kämpfte er sich kaltblütig auf Platz 2, in der Teamwertung steht der Aufsteiger ebenfalls an zweiter Stelle. Nummer 1 ist Sascha Lenz bei seinen zahlreichen Fans, die den 32-jährigen Familienvater und sein Team SL Trucksport 30 quer durch ganz Europa zu den Rennen begleiten. Auf Einladung von Bohnenkamp, mit den Reifenmarken Deestone und Windpower Sponsor von Sascha Lenz, drehte Manfred Zwick, Geschäftsführer des MZ Mediaverlags, als Beifahrer drei schnelle Runden im MAN Renner. Abseits der Strecke, wieder runtergebremst auf Ruhepuls, interviewten wir Sascha Lenz zu Reifenfragen.

 

In der Formel 1 ist häufig die Rede vom „Reifenkrimi“. Ist bei den Trucks der Reifen genauso wichtig? Ist er rennentscheidend?

Sascha Lenz: Ja, es gibt einen Reifenkrimi. Aus diesem Grund wer­den die Reifen der ersten zehn Top-Teams gelost und erst zum ers­ten Training herausgegeben. Die Reifen haben einen Chip, der in der Startaufstellung von der FIA kontrolliert wird. Jedes Team muss mindestens sechs Räder kaufen, die über Nacht durch die FIA am Abend verschlossen werden. Am zweiten Renntag bleibt es dem Team überlassen, ob weitere Reifen für den Sonntag abgenommen werden. Auch diese werden per Lotterie zugeteilt. Der Reifen ist sehr sensibel und kann in einer Runde schon seine Qualität einbüßen, sprich überfahren sein. Ein Austausch am ersten Renntag ist laut Reglement nicht zulässig. Es gibt nur eine Reifensorte sowie nur ei­nen Hersteller. Wenn man um den Sieg kämpft, benötigt man pro Wochenende zwölf Reifen. Die Reifen sind bedingt durch die Mi­schung nicht straßenfähig im Alltag. Da diese auf die Geschwindig­keit und nicht auf Kilometer ausgelegt sind.

 

Es klingt schon durch: Große Renn-Maschinen verschlingen ein großes Budget. Wie wichtig sind Sponsoren für die Finanzierung der Rennteams?

Sascha Lenz: Eine erfolgreiche Karriere im Motorsport ist nur be­dingt eine Frage des nötigen Talents. Zeit und Geld für Testfahrten, Rennen national und international, siegfähiges Material, Betreuung durch ein professionelles Team, Coaching und vieles mehr erfordern finanzielle Unterstützung von zahlungskräftigen Sponsoren. Zum Hause Bohnenkamp haben wir seit vielen Jahren ein vertrauensvol­les Verhältnis, das über die Zeit gewachsen ist. Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.

 

 

Text: Manfred Zwick & Peter Hebbeker

Bilder: Team SL Trucksport 30, Treffpunkt.Bau

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