Beton2Go – Immer Super: Beton von der Tankstelle

Beton2Go – Immer Super: Beton von der Tankstelle

Baustoff statt Treibstoff liefern die mittlerweile über 200 Beton2Go Tankstellen. Die seit 2009 stetig perfektionierte Methode Selbstzapfen – Sorte wählen, Magnetkarte einstecken und laufen lassen – erlebt einen Boom und avanciert zum rasant prosperierenden Erfolgsmodell. Endkunden sind vornehmlich Fachbetriebe wie Garten- und Landschaftsbauer, aber auch Privatpersonen. Lukas Massfeller, Geschäftsführer der Massfeller Beton2Go GmbH, stellt uns das clevere Konzept vor und spricht über den neuesten Clou: den Baustoff-Kiosk.

 

Gegen die Corona-Krisenstimmung scheint Beton2Go weitgehend immun zu sein. Woher kommt der stete Aufwind?

Lukas Massfeller: Um fast 100 % steigerte sich das Verkaufsvolumen unserer Beton2Go Anlagen in 2019 gegenüber 2018. Und die Zahlen für das aktuelle Jahr stimmen uns sogar noch weitaus optimistischer. Bereits im Juni war das hohe Niveau von 2019 erreicht. Was sich immer deutlicher abzeichnet: Die Betontankstelle wird ein Muss für jeden Baustoffhändler. Eine Beton2Go Anlage bedeutet einen enormen Mehrwert, der Kunden aus der ganzen Region von anderen Märkten abzieht.

Baustoffhändler, die keine Betontankstelle bieten können, müssen deshalb auch in anderen Bereichen schmerzliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Denn wer Beton tankt, kauft vor Ort dann natürlich auch gleich noch andere benötigte Materialien. Je mehr Tankstellen wir aufstellen, desto größer wird der Druck auf die anderen Standorte, ebenfalls nachzurüsten. Hinzu kommt, dass das Beton2Go Konzept äußerst simpel funktioniert. Wir liefern dem Baustoffhändler eine komplett betriebsbereite Anlage. Gleichzeitig schulen wir intensiv das Personal. Sobald die Anlage steht, können die Kunden kommen und Beton zapfen. Durchschnittlich produziert eine Beton2Go Tankstelle 1.200 bis 1.500 m³ pro Jahr, vereinzelt sogar bis zu 4.000 m³. Damit sind die Anlagen nach drei bis vier Jahren bezahlt. Das sind handfeste Vorteile, die unseren wachsenden Erfolg begründen.

 

Beton2Go-Tanken ist schneller und bequemer als Selbstmischen. Wie steht es mit der Sortenvielfalt und Qualität?

Lukas Massfeller: Mit ihrem hohen Automationsgrad und ihrer ausgereiften Technik sind die Beton2Go Anlagen einzigartig auf dem Markt. Grundsätzlich können wir die gleichen Sorten wie im Transportbetonwerk herstellen. Auch die Qualität ist absolut vergleichbar. Wir können in unseren Anlagen ebenfalls DINkonforme Mischungen zubereiten. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass die Anwender am häufigsten Drainagebeton zapfen. Diese besonders im GaLaBau beliebte Monokornmischung gibt es kaum im großen Betonwerk, weswegen dieser Beton vielfach noch mühsam von Hand auf den Baustellen gemischt wird. Diesen aufwendigen Prozess sparen sich die Kunden, wenn sie an unsere Tankstellen kommen. Abgestimmt auf die Anfahrtstrecke mischen unsere Anlagen auch vollautomatisch einen Verzögerer zu. So kommen wir je nach Witterung auf Verarbeitungszeiten von drei bis vier Stunden.

 

Automation spielt eine Schlüsselrolle in der Erfolgsgeschichte von Beton2Go. Arbeiten Sie bereits am nächsten Kapitel?

Lukas Massfeller: Unsere neueste Errungenschaft ist der Baustoff-Kiosk – ein Selbstbedienungsterminal, das es dem Baustoffhändler ermöglicht, Beton und andere Baustoffe personallos an den Endverbraucher zu verkaufen. Der Baustoff-Kiosk ist ein in sich geschlossenes System, das beliebig auf dem Betriebsgelände des Baustoffhändlers aufgestellt werden kann. Der Profi loggt sich mit seiner Kundenkarte ein, wählt die benötigten Produkte per Touchscreen und erhält einen QR-Code, mit dem er seine Bestellung abholen kann. Die Bezahlung erfolgt bequem auf Rechnung. Privatpersonen bezahlen einfach per ECoder Kreditkarte. Das funktioniert prinzipiell auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Das angestrebte Ziel ist ganz klar ein 24-Stunden-Service, der auch in unserer Branche stark an Bedeutung gewinnen wird. Der Baustoff-Kiosk ist dafür ein zentrales Instrument. Er spart dem Händler Personalkosten. Zugleich vereinfacht und beschleunigt er die Bestell- und Zahlungsabwicklung für den Verbraucher – und das unabhängig von der Tageszeit. Der Baustoff-Kiosk ist eine komplette Eigenentwicklung und bereits bei mehreren Kunden im Einsatz. Sehr erfreulich und motivierend ist das äußerst positive Feedback, das wir sowohl vom Baustoffhandel als auch von den Anwendern erhalten.

 

Text: Michael Schulte und Peter Hebbeker

Bilder: Treffpunkt.Bau; Beton2Go

 

Beton2Go – das Unternehmen

Die Massfeller Beton2Go GmbH hat sich auf Betontankstellen für Selbstabholer spezialisiert. Heute wird das Unternehmen in der zweiten und dritten Generation durch die Geschäftsführer Udo und Lukas Massfeller sowie Patrik und Peter Massfeller geführt. Der inhabergeführte Betrieb beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Die Unternehmensgeschichte ist seit der Gründung 1938 eng mit dem Standort Herschbach im Westerwald verbunden. Hier werden seit 2009 auf einem 25.000 m² großen Gelände Betontankstellen gefertigt und weiterentwickelt. Für die neue Dekade ab 2020 hat sich das Unternehmen eine weitere Internationalisierung und eine noch stärkere Marktpräsenz auf seine Fahne geschrieben. Neben Messen in den Niederlanden und Großbritannien steht dabei vor allem der französische Markt im Fokus. Die Betontankstellen werden jedoch weiterhin am Standort Westerwald hergestellt.

 

Das Beton2Go-Prinzip

Beton2Go entwickelt, konstruiert und vertreibt Betontankstellen, an denen Fachbetriebe oder Privatpersonen ihre gewünschte Betonmischung binnen Minuten abzapfen können. So werden lange Wartezeiten an Betonmischwerken umgangen und die anfallenden Arbeitsschritte vereinfachen sich. Die Anlagen von Beton2Go werden mit einer Magnetkarte oder einem QR-Code gesteuert, die der Kunde beim jeweiligen Händler erhält, nachdem er seine gewünschte Betonmischung bestellt hat. Der Kunde fährt nun einfach zur Betontankstelle auf dem jeweiligen Gelände, liest Karte oder QR-Code ein und zapft sich seinen Beton zum Mitnehmen. Dank eines zusätzlich zur Betontankstelle verfügbaren Selbstbedienungsterminals können Kunden ihren Beton mittlerweile auch ohne den Einsatz von Servicepersonal zapfen.

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