Nürnbergmesse – „Grünes Klassentreffen“ erst wieder 2022

Nürnbergmesse – „Grünes Klassentreffen“ erst wieder 2022

Seit Mitte Juni steht fest: die GaLaBau Messe 2020 kann nicht wie geplant durchgeführt werden. Nach zahlreichem Feedback von Kundenseite hat die Nürnbergmesse in enger Abstimmung mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) sich dafür entschieden, ein Alternativkonzept auf die Beine zu stellen und die „eigentliche“ GaLaBau erst wieder im September 2022 stattfinden zu lassen.

In „normalen Jahren“ bietet die GaLaBau auf dem Gelände der Nürnbergmesse das gesamte Angebotsspektrum von der Pflanze bis zur Maschine. Fachbesucher sind Betriebe des Gartenbaus, Landschafts- und Freiflächenbaus, Landschaftsarchitekten sowie Planer aus Behörden des Bundes, der Länder und Kommunen. Ergänzt wird die Messe, die für ihren speziellen Erlebnischarakter bekannt ist, durch Aktionsflächen, Sonderschauen und Vorträge.

 

Umfrage unter Ausstellern als ausschlaggebendes Kriterium

Mitte Juni gaben die Nürnbergmesse und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) allerdings bekannt, dass eine GaLaBau im September 2020 nicht wie ursprünglich angedacht zu realisieren ist. „Diese Entscheidung beruht auf einer umfassenden Umfrage unter den für 2020 angemeldeten Ausstellern. Die GaLaBau ist eine Erlebnismesse. Sie lebt insbesondere von Live-Demonstrationen, Wettbewerben und der Möglichkeit, Maschinen, Geräte und Materialien anzufassen und auszuprobieren. Auch wenn unsere Kunden den Bedarf haben, Kontakte zu knüpfen und sich über neue Produkte zu informieren, sind die Bedenken in der Branche aufgrund der Covid-19 Pandemie einfach zu präsent, um eine GaLaBau im gewohnten Format stattfinden zu lassen. Wir blicken nun optimistisch nach vorne und legen unsere volle Kraft in die GaLaBau 2022“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung Nürnbergmesse. Bei der Umfrage unter den Ausstellern hätten sich, so Stefan Dittrich, Leiter GaLaBau bei der Nürnbergmesse, 78 % der Befragten für eine GaLaBau mit gewohntem Erlebnischarakter im Jahr 2022 ausgesprochen. Nur 22 % hätten eine GaLaBau-Messe im September 2020 mit den aktuell geltenden Auflagen und dazugehörigem Hygienekonzept befürwortet. Bis zur finalen Entscheidung Anfang Juni herrschte wochen- und monateweise große Unsicherheit bei Veranstaltern und Ausstellern. In dieser Zeit habe man das Kosten-Nutzen-Verhältnis für Veranstalter und Aussteller sorgfältig abgewogen und auf Entscheidungen aus der Politik gewartet. Über eine Verschiebung auf das Jahr 2021 habe man indes nicht ernsthaft nachgedacht.

 

Alternativkonzept für 2020

„Durch die Umfrage und den engen Austausch mit unseren Kunden haben wir erfahren, wie wichtig Begegnungen und der persönliche Austausch sind“, so Dirk Böcker, Geschäftsführer GaLaBau-Service GmbH und GaLaBau-Finanzservice GmbH. Aus diesem Grund arbeite man bereits an einem alternativen Konzept. „Für die Ausarbeitung eines Alternativkonzeptes für Herbst 2020 stehen wir intensiv im Austausch mit unseren Kunden und zählen auf die Unterstützung der Branche. Denkbar wäre beispielsweise, verschiedene Rahmenprogrammpunkte der GaLaBau, Fachforen oder auch Produktpräsentationen vor Ort auf dem Außengelände abzuhalten und virtuell zugänglich zu machen. Behalten Sie sich also den diesjährigen Herbsttermin auf alle Fälle im Kalender“, so Petra Wolf. Weitere Informationen bezüglich des Alternativkonzeptes würden so bald wie möglich bekannt gegeben. Auf das Jahr 2022 blicken Nürnbergmesse und BGL eigener Aussage nach sehr zuversichtlich und optimistisch.

 

Text: Treffpunkt.Bau

Bilder: Nürnbergmesse

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