Ford Trucks – Lkw-Hersteller expandiert nach Deutschland

Ford Trucks – Lkw-Hersteller expandiert nach Deutschland

An welche Fahrzeuge die meisten wohl denken, wenn sie den Markennamen Ford hören? Wohl nicht direkt an Schwerlast-Lkw – zumindest nicht auf deutschen Straßen. Das will der Hersteller nun ändern, indem er seine 2019 gelaunchten F-Max-Modelle auch hierzulande auf den Markt bringt. Die Ankündigung und Vorstellung des Generalimporteurs für Deutschland erfolgten Anfang Oktober in Crailsheim, Baden-Württemberg.

Im Nahen Osten, Afrika, Mittel- und Osteuropa sieht man die schweren Ford Sattelzugmaschinen schon seit einigen Jahren auf der Straße. Nun drängt der traditionsreiche Fahrzeughersteller nicht nur in Deutschland, sondern im Laufe des Jahres auch in Luxemburg, Belgien, Frankreich und den Niederlanden auf den Markt. Damit ist Ford Trucks auf dem besten Weg, sich als Nummer acht unter den Lkw-Herstellern in Europa zu etablieren.

 

Deutschland als Schlüsselmarkt

Als Generalimporteur für Lkw von Ford ist die neu gegründete F-Trucks Deutschland GmbH zuständig. Bei einem Festakt in Crailsheim informierten hochrangige Manager des Herstellers Ford Otosan und die Geschäftsführer von F-Trucks über die geplanten Aktivitäten auf dem deutschen Markt. Erstes Fahrzeug von Ford, das im Segment schwere Lkw in Deutschland erhältlich ist, ist die Zugmaschine F-Max. Dave Johnston, stellvertretender Generaldirektor des Herstellers Ford Otosan, stellte die Strategie von Ford vor: „Wir wollen mit dem Eintritt in den deutschen Markt unsere Expansion in Europa fortsetzen.“ Derzeit sei Ford mit schweren Lkw in 45 Ländern vertreten. Innerhalb der kommenden Jahre solle die Zahl auf 55 Länder erhöht werden.

„Deutschland spielt für uns eine ganz besondere Rolle, es ist ein Schlüsselmarkt. Wir sind stolz darauf, auf dem größten Markt für schwere Nutzfahrzeuge in Europa Fuß zu fassen.“ Die neue F-Max-Zugmaschine sei für ihre Technik, ihr Design und ihre Leistung hoch gelobt worden. „Das hat uns ermutigt, unsere Wachstumspläne zu beschleunigen“, so der Manager. Zwischen Stegmaier und Ford besteht eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung. Der Gründer der Unternehmensgruppe, Hermann Stegmaier I, schloss 1930 einen noch heute gültigen Handelsvertrag mit Ford ab. In Crailsheim, am Stammsitz der Ford-Aktivitäten von Stegmaier, werden nun sämtliche Services für Pkw, Transporter und Lkw von Ford angeboten. Ihren Sitz hat die F-Trucks Deutschland GmbH beim Ford-Autohaus, dem Automobil-Forum der Stegmaier Crailsheim GmbH.

 

21 Partnerstützpunkte in Deutschland

Bisher gibt es deutschlandweit 21 Partnerstützpunkte von F-Trucks. Bis Ende des nächsten Jahres sollen 60 Stützpunkte am Netz sein. In dem Netzwerk der Fleet Mobility Concept (FMC) haben sich mehrere Ford-Vertragspartner, die höchsten Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit legen, zusammengeschlossen. Über jeden FMC-Standort können Kunden Nutzfahrzeuge und Spezialfahrzeuge mieten. Die ersten F-Max-Sattelzugmaschinen sind über das Netzwerk bereits erhältlich. Die Mitgliedsunternehmen leisten auch den entsprechenden Service.

Özenc Kirandi, Area-Manager Ford-Trucks für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sieht vier Erfolgskriterien auf dem deutschen Markt: die leistungsfähige Präsenz im Aftersales, eine starke Marke Ford, Lösungen für die Finanzierung sowie neue Dienstleistungen mit Mehrwert für die Kunden. „Die Unternehmensgruppe Stegmaier hat sehr große Erfahrungen mit Nutzfahrzeugen und Pkw“, bescheinigte Kirandi den Vertretern von Stegmaier. Ford sei sehr zuversichtlich, was die Geschäftsaussichten für den deutschen Markt angeht.

 

Zur F-Trucks Deutschland GmbH

Das Unternehmen ist Generalimporteur für Ford-Trucks auf dem deutschen Markt, zudem bietet es sämtliche Services rund um die schweren Nutzfahrzeuge an. Geschäftsführer des 2021 gegründeten Unternehmens sind Jan Plieninger, Marc Stegmaier und Alex Kröper. Hinter der F-Trucks Deutschland GmbH steht die Unternehmensgruppe Stegmaier, die bereits seit 1930 eng mit Ford verbunden ist. Damals schloss der Gründer der Unternehmensgruppe einen der ersten und bis heute gültigen Verträge mit Ford auf dem deutschen Markt ab. Die drei Geschäftsführer wiederum sind Urenkel des Firmengründers.

 

Text: David Kern

Bilder: Ford Trucks, Treffpunkt.Bau

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